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Der Norden Mehr als 70 Glätte-Unfälle in Hannover
Nachrichten Der Norden Mehr als 70 Glätte-Unfälle in Hannover
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12:22 04.01.2016
Schneegestöber: Aufnahme von der A28 bei Oldenburg. Quelle: dpa
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Hannover

Der Wintereinbruch hat Autofahrern und Bahnreisenden zu schaffen gemacht. Spiegelglatte Straßen führten in Niedersachsen und Bremern zu erheblichen Verkehrsproblemen. In beiden Bundesländern kam es binnen 24 Stunden zu mehr als 300 Unfällen. Allein die Polizeidirektion Oldenburg meldete am Montag in einer ersten Bilanz 183 Unfälle. Bei 16 davon wurden Menschen verletzt. "Es hätte noch schlimmer kommen können", sagte ein Sprecher. Weil der Wintereinbruch auf einen Sonntag fiel, waren deutlich weniger Menschen mit dem Auto unterwegs als an Werktagen.

Mehr als 70 Glätte-Unfälle in der Region

Allein in der Region Hannover gab es am Wochenende 70 glättebedingte Unfälle. Das berichtet die Polizei am Montagmorgen. In der Nacht zu Montag blieb es ruhig, doch schon am Montagmorgen kam es zu drei weiteren Unfällen. Auf schneeglatter Straße hat eine 25-Jährige mit ihrem Fiat Punto am Montagmorgen die Kontrolle verloren – ihr Auto überschlug sich auf der Straße bei Uetze. Dabei verletzte sie sich. Bei einem weiteren Unfall am Montagmorgen auf der Bundesstraße 6 bei Laatzen ist ebenfalls eine Frau verletzt worden. Die Straße wurde halbseitig gesperrt. Im Berufsverkehr kam es zu langen Staus

Viele Unfälle auch in Bremen 

In Bremen meldete die Polizei für das gesamte Stadtgebiet 97 Unfälle. Auch auf der Autobahn 1 zwischen dem Ahlhorner Dreieck und Holdorf war die Autobahnpolizei am Sonntag im Dauereinsatz. Hier rückten die Beamten zu 21 Unfällen aus, dabei wurden mindestens zwei Menschen leicht verletzt. Allein hier liegt der entstandene Gesamtschaden bei über 100 000 Euro.

Im Südwesten Deutschlands lösten Schnee und Glatteis am Montag mehrere Staus und Blechschäden aus. Auf der Autobahn 8 verursachten insgesamt vier querstehende Lastwagen in beiden Fahrtrichtungen lange Verzögerungen, wie die Polizei mitteilte. Zwei der Lastwagen verhinderten die Durchfahrt von Streufahrzeugen.

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Denise und Matthias mit ihrer Tochter Verena und einer Ziege im Streichelzoo.

Auch der Bahnverkehr hat mit Problemen zu kämpfen: Nachdem Blitzeis einen IC im ostfriesischen Norddeich gestoppt hatte, warteten am Montag Hunderte Bahnpassagiere auf ihre Weiterfahrt. Wie ein Bahnsprecher am Morgen sagte, mussten die Fahrgäste die Nacht im beheizten Zug verbringen oder wechselten in die nahe gelegene Halle einer Fährgesellschaft. Sie wurden von Helfern der Bahn und des Roten Kreuzes mit Getränken und Mahlzeiten versorgt. Erst gegen 9.30 Uhr konnte der Zug seine Fahrt fortsetzen.

Ein anderer IC von Köln nach Emden, der etwa einen Kilometer vor dem Bahnhof Emden vermutlich wegen einer vereisten Weiche liegen geblieben war, wurde geräumt. "Die Passagiere sind die kurze Strecke bis nach Emden zu Fuß gegangen, sagte ein Bahnsprecher am Abend.

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Bei dichtem Schneetreiben stehen Rehe an der Futterstelle nahe einem Waldstück bei Stuhr (Niedersachsen). Nach einem milden Dezember zeigt sich der Winter Anfang Januar erstmals von seiner kalten Seite.

dpa/frs

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