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Mögliche Missbrauchsopfer gesucht

Bistum Hildesheim Mögliche Missbrauchsopfer gesucht

Einen Aufruf an Opfer sexualisierter Gewalt hat am Montag das Münchener Institut für Praxisforschung und Projektberatung gestartet. Das Institut arbeitet im Auftrag des Bistums Hildesheim zwei Missbrauchsaffären auf. 

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Symbolbild

Quelle: dpa

Hildesheim. Zum einen handelt es sich um den verstorbenen Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen (1907-1988), den ein Mann 2015 beschuldigt hatte, ihn als Knaben sexuell missbraucht zu haben. Zum anderen geht es um den ehemaligen Pfarrer und verurteilten Pfarrer Peter R., der nicht nur eine zentrale Figur im Skandal am Berliner Canisius-Kolleg war, sondern sich auch in seiner anschließenden Tätigkeit für das Bistum Hildesheim (1982 bis 2003) an mindestens einer jungen Frau vergangen haben soll.

Das Bistum hatte im vergangenen Jahr das Münchener Institut beauftragt, die unterschiedlichen Affären aufzuarbeiten. Im Falle Bischof Janssens hatte das Bistum dem potenziellen Missbrauchsopfer eine Zahlung von 10 000 Euro zukommen lassen. Dies habe man getan, um auf pastorale Weise das Leid des Betroffenen anzuerkennen. Es dürfe jedoch nicht als Bestätigung der Tatabläufe verstanden werden, hieß es damals. Im Nachhinein hat sich noch eine Frau als mögliches Opfer des Bischofs gemeldet, deren Angaben das Bistum jedoch als wenig plausibel eingestuft hat. In Hildesheim zweifeln frühere Pfarrer, die Janssen noch persönlich kennengelernt haben an, dass der Bischof ein Missbrauchstäter gewesen sein soll.

Diese Zweifel gelten im Falle des ehemaligen Pfarrers Peter R. weniger, dessen mögliche Taten aber nicht mehr juristisch verfolgt werden, weil sie verjährt sind.

Das Münchener Institut ruft nun mögliche Opfer dazu auf, sich zu melden (Telefon: 0152/34 70 68 30 oder Aufruf@ipp-muenchen.de). „Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt und nach Abschluss des Gutachtens gelöscht.“

Das Institut will nach Angaben des Sprechers Gerhard Hackenschmied noch in diesem Jahr sein Gutachten vorlegen, das auch ausleuchten soll, wie das Bistum selbst mit der Affäre umgegangen ist. Dazu hat es bereits Akteneinsicht genommen und auch Zeugen befragt. Das Bistum, das vor allem wegen der Affäre Pter R. von Opferinitiativen heftig gescholten wurde, hatte die Gutachter eingeschaltet, um eine unabhängige Sucht auf die Affären zu bekommen.

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