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Der Norden Wer hat die Prostituierten getötet?
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17:29 14.11.2016
Eine 40-Jährige wurde in einem als sogenanntes Love-Mobil genutzten Wohnwagen an der B494 bei Peine umgebracht. Quelle: dpa (Symbolbild)
Wolfsburg

Im Fall der in Wolfsburg getöteten Prostituierten hat die Polizei bislang keine Hinweise auf einen Serientäter. "Derzeit gibt es keine Rückschlüsse auf einen Zusammenhang mit anderen Taten", sagte Polizeisprecher Thomas Figge am Montag. Die Frau war am Freitag in einer als Bordell genutzten Wohnung in Wolfsburg entdeckt worden. Erst eine Woche zuvor war eine 40-Jährige in einem als sogenanntes Love-Mobil genutzten Wohnwagen an der B494 bei Peine umgebracht worden.

Belohnung ausgesetzt

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft Hildesheim eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt. "Derzeit prüfen wir, ob es Parallelen gibt", sagte Rüdiger Ulrich, Sprecher der Polizei Salzgitter. Eine Mordkommission mit 18 Beamten wurde eingerichtet. "Die Frau verstarb infolge äußerer Gewalteinwirkung", hieß es zur Todesursache. Einzelheiten wurden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preisgegeben.

Die Tote von Wolfsburg ist noch nicht identifiziert. Bis Montag hat es keine neuen Erkenntnisse gegeben, wie Figge sagte. "Heute haben mehrere Beamte die Umgebung des Tatortes nach Spuren und Beweismitteln abgesucht, leider ohne Erfolg", teilte er mit. "Die 30-köpfige Mordkommission arbeitet weiter auf Hochtouren." Zur Todesursache wollte Figge wie die Kollegen in Salzgitter aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen.

Fest steht, dass die Frau in einem Bordellbetrieb arbeitete. Sie wurde am Freitag schwer verletzt gefunden, starb aber trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen noch am Tatort. Eine Spur zum Täter gibt es noch nicht.

Parallelen zu anderen Todesfällen?

Ende Oktober war eine Frau in Chemnitz gewaltsam zu Tode gekommen, auch sie arbeitete nach Ermittlungen der Polizei als Prostituierte. Nach einem Bericht der "Bild" soll sie erstochen worden sein.

dpa

Ein 69 Jahre alter Mann hat im Landkreis Stade eine 19-Jährige als Geisel genommen und ihr möglicherweise in den Fuß geschossen. Der 69-Jährige sei von einem Spezial-Einsatz-Kommando (SEK) der Polizei Hannover auf seinem Anwesen in Barnkrug überwältigt und festgenommen worden, teilte die Polizei Stade am Montag mit.

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