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Junge Sprayer verschlimmbessern ihre Tat

Nach Polizeiermittlungen Junge Sprayer verschlimmbessern ihre Tat

Ein 14-Jähriger und sein Freund aus dem Osnabrücker Land haben auf einem Sportplatz einen Bauwagen besprüht und das Ergebnis auf Facebook gepostet. Als die Polizei Ermittlungen aufnahm, versuchten sie die Aktion rückgängig zu machen - doch das missglückte reichlich. Jetzt steht ihnen ein Zivilprozess bevor.

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"Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht": Die Beseitigung des Graffitis ist wohl eher misslungen.

Quelle: Steinkuhl

Belm. Da den wasserfesten Schmierereien mit der Bürste nicht beizukommen war, malten sie einige mit weißer Farbe großflächig über, was auf dem grauen Grund der Bauwagenwände nicht weniger auffällt. „Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht“, sagte Rainer Püngel, Vizepräsident des geschädigten Sportvereins, am Freitag der HAZ.

Ein Polizeisprecher bestätigte die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung durch Farbschmierereien. Auslöser seien die Facebook-Fotos gewesen. Die Tatverdächtigen hätten sich dann anscheinend bemüht, den Schaden wieder gutzumachen. Die Mutter des 14-Jährigen soll ihren Sohn erwischt haben, als er am frühen Donnerstagmorgen mit Putzzeug nach Hause kam. Als sie ihn ins Gebet nahm, erfuhr sie von dem Komplizen, der nun auch als Tatverdächtiger gilt. Dass zwei Personen im Spiel waren, war schnell zu beweisen: Sie ließen im Quarzsand des Sportplatzes gut sichtbar ihre Fußspuren zurück.

Rainer Püngel vom Vereinsvorstand von Concordia Belm-Powe hat in Absprache mit Bürgermeister Viktor Hermeler zunächst einmal ein Hausverbot gegen die mutmaßlichen jungen Täter verhängt. Wie hoch der Schaden ist, vermag der Vizechef des Vereins noch nicht abzuschätzen. Ihm macht vor allem aufgesprühte Farbe auf dem teuren, erst vor einem Dreivierteljahr verlegten Kunstrasen zu schaffen: ein zwei Meter langes und 1,20 Meter breites Graffito.

„Wir haben Glück gehabt, dass es keine Lackfarbe ist, sondern eine Baumarkierungsfarbe“, sagt Püngel. Die rote, gelbe und leuchtend grüne Farbe, die beispielsweise bei Straßenbauarbeiten auf Gullideckel gesprüht wird, sei zwar monatelang regenfest, wasche sich aber vermutlich irgendwann aus. Auch an der Sporthalle wurden Graffiti wie „Boss“ und „Prinz“ hinterlassen. „Wir haben da schon gebürstet“, erzählt der Vereinsvize.
Sollte das Stück Kunstrasen auf dem Platz ausgetauscht werden müssen, werde ein mittlerer bis hoher vierstelliger Betrag fällig. Ob die Versicherung der Eltern zahle, werde sich vielleicht erst in einem Zivilprozess zeigen. Die Versicherung des Vereins jedenfalls komme für Vandalismus nicht auf. Bei allem Ärger kann Püngel über den „Dumme-Jungen-Streich“ aber auch lachen. Der 14-Jährige, der die Fotos selbst postete, habe viel Häme erfahren. „Der ist gestraft genug.“

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