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Tornado wütet über Hamburg

Ausnahmezustand aufgehoben Tornado wütet über Hamburg

Zahlreiche Blitzeinschläge, umgeknickte Bäume, abgedeckte Dächer: Nach dem schweren Unwetter in Hamburg hat die Feuerwehr den Ausnahmezustand am Mittwochmorgen wieder aufgehoben. Über den Nordosten der Stadt zog wahrscheinlich ein Tornado hinweg.

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Nach dem schweren Unwetter in Hamburg hat die Feuerwehr am Mittwoch ihre Aufräumarbeiten fortgesetzt.

Quelle: Monika Zucker/dpa

Hamburg. Dutzende Bäume stürzten um, bei etlichen Häusern wurden die Dächer abgedeckt, Keller liefen mit Wasser voll. Das stark beschädigte Dach eines neungeschossigen Hochhauses habe gerade noch vor dem Absturz gesichert werden können – nach dem schweren Unwetter in Hamburg hat die Feuerwehr am Mittwoch ihre Aufräumarbeiten fortgesetzt. Die Einsatzkräfte räumten in den betroffenen Stadtteilen im Nordosten vor allem umgeknickte Bäume und abgebrochene Äste fort, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Morgen sagte.

Ein Gesamtbild des entstandenen Schadens habe sich die Feuerwehr noch nicht machen können. 

Umgeknickte Bäume, abgedeckte Dächer: Ein schweres Unwetter hat am Dienstag über dem Osten Hamburgs gewütet. Die Feuerwehr rückte zu Hunderten Einsätzen aus. Sogar von einem möglichen Tornado war die Rede.

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Der zwischenzeitlich verhängte Ausnahmezustand sei wieder aufgehoben worden, hieß es weiter. Die Rettungskräfte waren seinen Angaben zufolge seit Dienstagabend zu mehr als 250 Einsätzen ausgerückt. Über 1000 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Verletzte gab es nach Angaben des Sprechers trotz der Verwüstungen nicht.

Auch am Mittwoch warnen Meteorologen vor neuem heftigen Starkregen und Hagel. Die Unwetter-Gefahr ist deutschlandweit noch nicht gebannt.

Zahlreiche Blitzeinschläge und umgestürzte Bäume

Mithilfe eines Helikopters der Bundespolizei versuchte sich die Feuerwehr am Dienstagabend ein Bild von der Lage zu machen. "Es gibt zahlreiche Blitzeinschläge", sagte der Sprecher. Viele umgestürzte Bäume blockierten Straßen.

Ob es sich bei der über den Stadtteilen Bramfeld und Wandsbek gesichteten Trichterwolke um einen Tornado handelte, war zunächst unklar. "Von der Wetterlage her ist es aber möglich", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Feuerwehr spricht von "Schneise der Verwüstung"

"Kurz vor halb sieben Uhr heute Abend ist eine schwere Unwetterlage über Hamburgs Nordosten hinweggezogen", sagte Jan-Ole Unger, Pressesprecher der Feuerwehr Hamburg, in einem Video, das der Moderator Chris Hartmann von Radio Energy Hamburg auf Twitter veröffentlichte. "Ein Tornado hat sich ausgebildet und eine Schneise der Verwüstung gezogen."

Die Redaktion der Tagesschau veröffentlichte ein Video, das eine Windhose über den Dächern zeigt. Auch Wetter-Fachmann Jörg Kachelmann sprach auf seiner Facebook-Seite von einem Tornado. Und auf Youtube und Twitter wurden zahlreiche Aufnahmen von Menschen aus Hamburg veröffentlicht, die einen Luftschlauch am Himmel zeigten.

In Rahlstedt fing laut Feuerwehr ein Dachstuhl nach einem Blitzeinschlag Feuer, in Sasel wurde eine Straße überschwemmt. In Farmsen stürzte ein Baum auf ein Auto. Auch der Stadtteil Bramfeld war nach Angaben eines Polizeisprechers stark betroffen.

Der DWD gab eine Unwetterwarnung vor extrem starken Gewittern, Starkregen und Hagel heraus. Satellitenbildern zufolge seien örtlich teils mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen, sagte der Sprecher.

Während in den vergangenen Tagen vor allem der Süden Deutschlands von Unwettern getroffen wurde, traf es am Dienstag nun auch den Norden. Vorerst gab es keine Berichte über mögliche Verletzte.

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Auch über Niedersachsen zogen schwere Unwetter hinweg. Besonders heftig traf es Damme im Kreis Vechta, das zeitweise fast vollständig unter Wasser stand.

dpa/RND/wer

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