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Ministerium will Wiesenhof-Arbeiter unterstützen

Nach dem Großbrand Ministerium will Wiesenhof-Arbeiter unterstützen

Nach dem Großbrand beim Geflügelproduzenten Wiesenhof in Lohne will sich das niedersächsische Wirtschaftsministerium für eine Lösung für die dort bedrohten Arbeitsplätze einsetzen. Die Produktion in Lohne steht seit dem Brand am Ostermontag still.

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 Ein Großfeuer hat bei Wiesenhof in Lohne am Sonnabend einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe verursacht.

Quelle: dpa

Hannover/Lohne. Die Produktion beim Geflügelproduzenten Wiesenhof in niedersächsischen Lohne steht nach dem Großbrand still - auf unbestimmte Zeit. Nun sorgen sich das niedersächsische Wirtschaftsministerium und die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) um die Arbeitsplätze im Betrieb und wollen sich für deren Erhalt einsetzen. Ein Großteil der 1200 Beschäftigten sei bis auf weiteres zu Hause und bekomme den Lohn vorerst weiter, sagte eine Wiesenhof-Sprecherin am Mittwoch. Doch ein Teil der Belegschaft wird nicht weiterbeschäftigt werden können.

„Wir stehen bereit, bei konstruktiven Gesprächen unseren tariflichen Teil dazu beizutragen, um vernünftige Regelungen zu bekommen“, sagte Matthias Brümmer, Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG Region Oldenburg/Ostfriesland am Mittwoch. Das Wirtschaftsministerium führt nach Angaben eines Sprechers bereits Gespräche mit der Arbeitsagentur über vorübergehende Maßnahmen wie Kurzarbeit oder sogenannte Transfergesellschaften.

Ein Großfeuer hat bei Wiesenhof einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe verursacht. Jetzt sind die Aufräumarbeiten angelaufen.

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Wie viele Mitarbeiter möglicherweise ihren Job verlieren, ist noch offen. „Wir können hierzu überhaupt noch keine verbindlichen Aussagen treffen“, sagte die Wiesenhof-Sprecherin. Nach ihren Angaben hat der Brand einen großen Teil der Schlachterei erfasst, in der täglich bis zu 370 000 Hähnchen geschlachtet wurden. „Wir haben derzeit leider keine Beschäftigungsmöglichkeiten für unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.“ Einige Beschäftigte seien aber in der Verwaltung und für Reinigungsarbeiten im Betrieb tätig. 

Die letzten Feuerwehrleute haben den Brandort inzwischen verlassen. Vorsorglich seien nur noch ein paar Schläuche zurückgelassen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Am Mittwoch haben Brandermittler, Gutachter und Sachverständige von Versicherungen die niedergebrannten Produktionshallen besichtigt. Ergebnisse seien nicht so schnell zu erwarten, sagte die Polizeisprecherin. 

Sowohl das Ministerium als auch die Gewerkschaft haben nach eigenen Angaben noch keinen Kontakt mit Wiesenhof. Die NGG wolle „so schnell wie möglich“ Gespräche mit Geschäftsleitung und Betriebsrat führen, sagte Brümmer. Er kritisierte zugleich, dass es in Medien bereits Gerüchte über Entlassungszahlen gebe. Die Wiesenhof-Sprecherin wies Medien-Berichte zurück, nach denen bereits Kündigungen ausgesprochen oder verteilt worden sein sollen. 

Bei dem Geflügelproduzenten Wiesenhof im niedersächsischen Lohne ist am Ostermontag am Nachmittag ein Großfeuer ausgebrochen. 

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Die schlachtreifen Tiere werden nach Angaben von Wiesenhof statt in Lohne nun auf Schlachtereien der PHW-Gruppe und andere Unternehmen verteilt. „Die Landwirte müssen keine Sorge haben, dass ihnen die Tiere nicht abgenommen werden“, sagte die Wiesenhof-Sprecherin. Dazu zählt nach einem Bericht der „Märkischen Allgemeinen“ (Mittwoch) verstärkt der Verarbeitungsbetrieb in Niederlehme (Brandenburg). Auch drei Standorte in Sachsen-Anhalt sowie Betriebe in Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen helfen aus. Nach der Verordnung zum Schutz von Tieren beim Transport dürfen Nutztiere zu einem Schlachtbetrieb nicht länger als acht Stunden befördert werden.

dpa/doe

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