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Der Norden In historischer Tracht zu Joachim Gauck
Nachrichten Der Norden In historischer Tracht zu Joachim Gauck
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00:17 11.01.2015
Von Kristian Teetz
In historischer Tracht soll es zum Bundespräsidenten gehen.
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Hannover

Unter den 220 Repräsentanten des öffentlichen Lebens, die von Gauck zum Defilee mit anschließendem Mittagessen empfangen werden, sind rund 60 Bürger, die sich laut Bundespräsidialamt „um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht haben“. Menschen wie Heino Grantz. Er gründete 1984 den Geschichts- und Heimatverein Hemmoor. Mit dem Verein organisiert Grantz Ausstellungen, schreibt mit an Chroniken und veranstaltet Feste. Zudem gründete er im Jahr 1992 die Volkstanz- und Trachtengruppe Hemmoor. „Dafür habe ich eine Tracht entworfen, die an die Zeit um 1800 erinnert“, berichtet der frühere Gärtner und Florist.

Um die historische Kluft zu rekonstruieren, musste er in Archiven und alten Kirchenbüchern recherchieren, Material beschaffen und Geld einwerben. Allein an das Material zu kommen, war eine Mammutaufgabe: Da mussten Rockstoffe vom Chiemsee beschafft, Westenstoffe auf einem alten Webrahmen in Bad Bederkesa gewebt, Männerhüte in Nürnberg und Strümpfe in Hessen gekauft werden. Am Ende hatte er es geschafft: „Die Tracht wurde vom Landestrachtenverband anerkannt“, sagt Grantz stolz. Wenn er Joachim Gauck die Hand schüttelt, will er daher auch seine Tracht tragen.

Über die Einladung des Bundespräsidenten und die Anerkennung seiner ehrenamtlichen Arbeit freut sich Grantz sehr. „Eine solche Gelegenheit bekommt man nur einmal im Leben.“ Mit ihm werden zwei weitere Niedersachsen empfangen: Fred Hundertmark aus Hameln engagiert sich seit 40 Jahren im Breitensport, Gisela Mohr aus Seevetal leitet seit 15 Jahren ein Team der dortigen DLRG-Ortsgruppe.

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