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Der Norden Niedersachsen fürchtet extremen Wintereinbruch
Nachrichten Der Norden Niedersachsen fürchtet extremen Wintereinbruch
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18:55 10.03.2013
Am Sonntagmorgen fing es in Hannover an zu schneien. Quelle: dpa
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Hannover

Meteorologen sprachen am Freitag von einer tückischen Wetterlage. „Niedersachsen liegt genau an einer Luftmassengrenze“, sagte Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst in Frankfurt.

Nach den Vorhersagen diverser Dienste ist bis einschließlich Donnerstag jeden Tag mit Schneefall oder gefrierendem Regen zu rechnen. Bei Höchsttemperaturen nahe dem Gefrierpunkt kann es auf den Straßen zu gefährlicher Glätte kommen. Autofahrern wird geraten, die Bahn zu nutzen oder Fahrten zu verschieben.

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) rief die Bevölkerung auf, angesichts des Wintereinbruchs hilfsbedürftige Nachbarn, Angehörige oder Bekannte im Blick zu behalten. „Meine Bitte an alle: Achten Sie in diesen Tagen noch stärker auf diejenigen, die Ihre Hilfe brauchen könnten – sei es beim Steigen glatter Treppen, sei es beim Einkaufen oder beim Schneeschippen.“

Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) wandte sich mit ernsten Warnungen an die Autofahrer: „Wenn möglich, sollte man bei starkem Schneefall auf Autofahrten verzichten, die nicht unbedingt notwendig sind. Vor allem auf Autobahnen sollte die Geschwindigkeit gedrosselt werden.“

In der Landeshauptstadt Hannover hat sich der Winterdienst schon auf Schnee und Eis eingestellt: Die Streusalzlager sind gefüllt. „100 Mitarbeiter stehen auf Abruf bereit“, sagte ein Sprecher des Unternehmens aha. „Der Schnee kann kommen.“

Der Wintereinbruch bringt nach einer kurzen frühlingshaften Phase einen extremen Absturz der Temperaturen. In den kältesten Nächten der kommenden Woche können örtlich zweistellige Minusgrade erreicht werden, vor allem in einem Viereck zwischen Bremen, Minden, Braunschweig und Lüneburg.

Die Vorsitzende des Seniorenbeirats der Landeshauptstadt Hannover, Monika Stadtmüller, rät älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen, sich rechtzeitig mit Lebensmitteln und eventuell Medikamenten zu versorgen, weil die Gefahr bestehe, dass Straßen und Gehwege aufgrund der angekündigten Schneemassen schwer passierbar werden könnten. Christine Rettig, Sprecherin des DRK-Landesverbands Niedersachsen, appellierte an die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung.

Auch in den an Niedersachsen angrenzenden Bundesländern, nicht zuletzt in Hessen und Thüringen, wird für die kommenden Tage mit Behinderungen gerechnet. So werden in höheren Lagen Schneeverwehungen befürchtet, die die Straßen teilweise unpassierbar machen könnten.

Veronika Thomas und Klaus Wallbaum

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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