Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Niedersachsen kämpft gegen Einwohnerschwund
Nachrichten Der Norden Niedersachsen kämpft gegen Einwohnerschwund
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:01 14.12.2012
Die Niedersachsen werden immer weniger. (Symbolfoto) Quelle: dpa
Hannover

Während viele Bundesländer sich über steigende Einwohnerzahlen freuen, ist die Zahl der Niedersachsen weiter geschrumpft - und das im siebten Jahr in Folge. Ende 2011 lebten zwischen Göttingen und Wilhelmshaven noch genau 7 913 502 Einwohner, 0,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Das geht aus den aktuellen Daten zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Niedersachsens hervor, die der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie (LSKN) am Freitag vorstellte.

Bundesweit stieg die Einwohnerzahl laut "Niedersachsen-Monitor" im Schnitt um 0,1 Prozent, in den westdeutschen Ländern sogar um 0,2 Prozent.

Die demografische Entwicklung gebe Anlass zur Sorge, sagte LSKN-Experte Prof. Lothar Eichhorn. Im Fünfjahresvergleich musste Niedersachsen sogar einen besonders hohen Einwohnerschwund von 0,9 Prozent verzeichnen. Die westdeutschen Bundesländer haben im Schnitt nur 0,2 Prozent ihrer Bevölkerung eingebüßt.

Die Negativ-Entwicklung bekomme angesichts der immer weiter sinkenden Geburtenrate ein besonderes Gewicht, sagte Eichhorn. Mit einem Minus von 6,2 Prozent innerhalb von fünf Jahren sei Niedersachsen das Schlusslicht unter den Ländern. Bundesweit ging die Geburtenrate seit 2006 im Schnitt nur um 1,5 Prozent zurück. 2011 wurden in Niedersachsen noch 61.280 Kinder geboren.

Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv in Niedersachsen

Die eher kurz- und mittelfristigen Wirtschaftszahlen des Landes seien dagegen weitgehend erfreulich, sagte Eichhorn. So habe sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt fortgesetzt. Die Zahl der Arbeitslosen sei bis Mitte Juni 2012 auf 6,4 Prozent gesunken, die Zahl der Erwerbstätigen dagegen gestiegen. Das Wirtschaftswachstum lag 2011 um 3,3 Prozent über dem des Vorjahres.

Aus Sicht der SPD im Landtag ist der wirtschaftliche Erfolg vor allem den unteren Einkommensschichten zu verdanken. „Sie bezahlen mit immer größerer Unsicherheit und Abstiegsgefahr den Preis dafür, dass immer weniger Menschen vom Erfolg der Hochkonjunktur profitieren", erklärte der Fraktionsvorsitzende Stefan Schostok.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Hamburger Elbphilharmonie wird nach rund 200 Millionen Euro teurer als bisher geplant.

14.12.2012

Eine Reihe von Blitzanlagen auf der A2 können Rasern derzeit nichts anhaben. Die Richtung Berlin postierten Geräte bei Peine wurden wegen technischer Probleme ausgestellt.

14.12.2012

Bei einem Unfall auf dem Bahnhof Friedland im Landkreis Göttingen ist am Freitag eine 63-jährige Frau um Leben gekommen. Beim Überqueren der Gleise wurde sie von einem Güterzug erfasst.

14.12.2012