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Der Norden Software soll Einbruchsgefahr vorhersagen
Nachrichten Der Norden Software soll Einbruchsgefahr vorhersagen
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00:15 08.12.2016
Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius will Einbrechern mit der Software PreMAP das Leben schwer machen. Quelle: dpa (Archiv)
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Hannover

Die Software PreMAP könne den Streifenbeamten anzeigen, wo in ihrer Gegend ein hohes Risiko an Einbrüchen bestehe. sagte Christiana Berg, Leiterin der Zentralen Polizeidirektion. Dabei nutzt das System das so genannte Near-Repeat-Phänomen. Dieses in der Wissenschaft belegte Phänomen besage nichts anderes, als das nach einem erfolgten Einbruch das Risiko eines zweiten Einbruchs innerhalb von 72 Stunden und 500 Meter Umkreis deutlich erhöht sei, sagte Uwe Kolmey, Chef des Landeskriminalamts.

In der Praxis sieht das so aus, dass die Beamten auf ihren Tablet-Computern nicht nur angezeigt bekommen, wo es in der Vergangenheit häufiger Einbrüche gegeben habe, sondern auch aktuelle Diebstähle oder Diebstahlsversuche. Das System ermittelt dann einen Bereich, in dem mit einem weiteren baldigen Einbruch zu rechnen ist. Auch die eventuelle Beschreibungen von Verdächtigen können auf dem System übermittelt werden. Die Polizisten können dann in diesen Bereich fahren, schauen, ob die Verdächtigen sich wieder zeigen und nach verdächtigen Fahrzeugen oder Personen Ausschau halten.

Ab Februar soll für ein halbes Jahr das System in den Polizeiinspektionen Salzgitter-Peine und Wolfsburg getestet werden. Dort gebe es sowohl städtische als auch ländliche Gebiete, sagte Innenminister Boris Pistorius. Danach soll entschieden werden, ob das System noch verbessert werden müsse und ob es landesweit eingeführt wird.

In der Vergangenheit hatte die Polizei mit einem ähnlichen System bereits einen Versuch in Hannover gemacht. Außerdem werden auch in Süddeutschland und den USA andere Programme eingesetzt. Diese hätten allerdings allesamt nicht überzeugen können, weshalb man sich gegen sie entschieden hätte, sagte Pistorius. So sei beispielsweise nur PreMAP mit mobilen Endgeräten einsetzbar. Außerdem nutze man mit PreMAP ausschließlich eigene Daten, eigene Server und habe alle Möglichkeiten zur Weiterentwicklung in der Hand.

"Ein Einbruch - dabei ist fast egal, wie hoch der materielle Schaden ist - ist ein unglaublich drastischer Eingriff in das Leben der Opfer", sagte Pistorius. Mit PreMAP verfolge man daher auch nicht den Ansatz, Täter erst nach der Tat zu verhaften, sondern den Einbruch  möglichst schon vorher zu verhindern.

Gleichzeitig soll aber auch der Opferschutz verbessert werden. So sollen Einbruchsopfer künftig längere Zeit nach der Tat besucht und befragt werden. Insbesondere ihre psychische Belastung soll dabei erfasst und später bei einem eventuellen Verfahren vor Gericht auch berücksichtigt werden.

Für einen polizeibekannten Einbrecher aus Hameln endete sein jüngster Beutezug im Krankenhaus. Beim Versuch, nachts in das Gebäude des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes einzudringen, brach der 37-Jährige durch ein Vordach aus Plexiglas, stürzte fünf Meter in die Tiefe in zog sich dabei schwere Verletzungen zu.

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