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Der Norden Land will Migranten einstellen
Nachrichten Der Norden Land will Migranten einstellen
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00:16 08.07.2016
Symbolbild Quelle: dpa
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Hannover

Dazu unterzeichnete Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) am Dienstag gemeinsam mit Vertretern von Gewerkschaften und Berufsverbänden eine entsprechende Vereinbarung. Die einzelnen Ressorts können nun Zielvereinbarungen darüber treffen, wie sie den Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund steigern wollen.

Nach Schätzungen des Sozialministeriums von 2014 leben im Land 1,35 Millionen Menschen, die ihre Wurzeln außerhalb Deutschlands haben. Das entspricht einem Anteil von 17,4 Prozent der Bevölkerung. Knapp ein Drittel davon sind Kinder unter 15 Jahren – sie drängen in den nächsten Jahren also verstärkt auf den Arbeitsmarkt. Dass diese Bevölkerungsgruppe bislang in den Behörden zu wenig vertreten ist, zeigt eine Befragung aus dem Jahr 2012. Für alle Ressorts zusammengenommen ergab sie einen Anteil von 9,1 Prozent von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.

Niedersachsen will diesen Anteil erhöhen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Das Land ist mit mehr als 200.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber des Landes. Das Land steht zum einen im Wettbewerb zur Wirtschaft bei der Werbung von Nachwuchs. Der wird angesichts des demografischen Wandels immer stärker umworben – Experten rechnen in zehn bis 15 Jahren mit einem Fachkräftemangel. Zum anderen will das Land ganz bewusst die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln. „Diese Vereinbarung ist ein Fingerzeig, um sehr bewusst etwas herbeizuführen, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist“, sagte der Bezirksvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Hartmut Tölle. Die Praxis sehe leider oft anders aus.

Legehennen sollen ihren Schnabel behalten und Ferkel ihren Ringelschwanz. Dafür zahlt Niedersachsen schon Prämien. Nun will das Land diese Geldspritzen ausweiten: Von 2017 an soll es auch Sauen- und Ferkelprämien geben, um neue finanzielle Anreize für mehr Tierwohl im Stall zu bieten, so Landwirtschaftsminister Meyer.

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