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Der Norden Niedersachsens Müller präsentieren ihr Handwerk
Nachrichten Der Norden Niedersachsens Müller präsentieren ihr Handwerk
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00:15 07.06.2017
Von Stefan Knopf
Die Holländermühle in Straupitz von 1810 ist die einzige original erhaltene Dreifachmühle in Deutschland. Quelle: Patrick Pleul
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Hannover

Von Wind und Wasser angetriebene Mühlen faszinieren noch immer - am Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag beteiligen sich allein in Niedersachsen und Bremen rund 230 der Industriedenkmäler. Bundesweit werden mehr als 1100 Mühlen ihre Tore für Besucher öffnen. Veranstaltet wird der Tag von der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM). Im vergangenen Jahr kamen laut DGM rund 150.000 Besucher.

In Niedersachsen öffnen am Pfingstmontag 230 Mühlen ihre Tore.

Offene Mühlen seit 1987

Der vor 60 Jahren gegründete Landesverband Niedersachsen-Bremen habe in Deutschland die längste Tradition, sagte der Vorsitzende Rüdiger Heßling. Der Mühlentag sei 1987 aus den Niederlanden nach Niedersachsen gekommen und wird seit 1994 bundesweit begangen.

Mit dem Tag der offenen Tür wollen die Betreiber der Mühlen auch Nachwuchs gewinnen. Die Ausbildung zum freiwilligen Müller dauert 160 Stunden. Auf dem Stundenplan stehen technische Grundlagen, Getreidekunde, Unfallverhütung und Wetterkunde. Das Interesse ist groß. Laut Heßling haben sich bislang über 360 Ehrenamtliche zu freiwilligen Müllern ausbilden lassen.

Heßlings persönliche Empfehlungen für einen Besuch am Pfingstmontag sind die Wallmühle in Bremen sowie die Wassermühlen in Bruchhausen-Vilsen (Bruchmühlen) und Heiligenrode im Landkreis Diepholz. „Die drei Mühlen sind alle betriebsbereit und werden auch am Montag mahlen“, sagte Heßling. In Bruchmühlen gebe es zudem das Angebot, Papier zu schöpfen.

Etwa 125 der Industriedenkmäler in Niedersachsen und Bremen sind Heßling zufolge noch voll funktionstüchtig und werden von den freiwilligen Müllern in Gang gehalten und gepflegt. Eine Handvoll wird sogar noch gewerblich betrieben, einige Wassermühlen produzieren Strom. Die übrigen sind nicht mehr funktionsfähig, haben aber noch Teile ihrer technischen Ausstattung. Sie dienen als Museum, Café, Restaurant oder Standesamt. Andere werden nur noch als Wohn- oder Wochenendhaus genutzt.

Die Technik fordert Pflege

„Technik und Bausubstanz erfordern allerdings ständige Pflege. Ein Flügelkreuz hält rund 20 Jahre, ein Wasserrad 30 Jahre“, sagte Friedrich Rohlfink, Geschäftsführer der DGM. Rechtliche Hürden erschwerten die Nutzung. „Manche Wassermühle sitzt auf dem Trockenen, weil der Bach nicht mehr aufgestaut werden darf. Da fließt das Wasser dann um die Mühle herum.“

Die gerichtliche Aufarbeitung von Gewalt- und Sexualstraftaten sollte möglichst schnell passieren, in Bremen dauert sie mitunter aber sehr lange. Niedersachsen kennt solche massiven Probleme nicht.

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