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Der Norden Sind Niedersachsens Polizisten überlastet?
Nachrichten Der Norden Sind Niedersachsens Polizisten überlastet?
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13:04 05.06.2016
Rund ein Viertel aller niedersächsischen Polizisten fühlt sich von der Arbeit überlastet.  Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Rund ein Viertel aller niedersächsischen Polizisten fühlt sich von der Arbeit überlastet. Bei einer Mitarbeiterumfrage der Landesregierung bei der Polizei gaben 24 Prozent der Befragten an, überfordert zu sein. Weitere 1,4 Prozent fühlten sich demnach sogar weit überfordert. Das geht aus ersten Ergebnissen der Umfrage hervor, die die Landesregierung im vergangenen Jahr unter allen Mitarbeitern der Polizei in Niedersachsen durchgeführt hat.

Zur besonderen Belastung führten demnach auch die vielen Einsatzstunden niedersächsischer Polizisten in anderen Bundesländern. Laut Innenministerium waren die Beamten rund 500 000 Stunden zur Aushilfe in anderen Bundesländern im Einsatz. 2014 waren es mit 178 000 Stunden noch deutlich weniger. Hauptgrund für den starken Anstieg seien die zahlreichen Demonstrationen von Pegida und deren Ablegern in Sachsen gewesen. Auch für den G7-Gipfel im bayerischen Elmau hätten zusätzliche Kräfte anrücken müssen.

Personalmangel: Regierung will Umfrage auswerten

Die Zahlen veröffentlichte das Innenministerium in einer Antwort auf eine Große Anfrage der Opposition im Landtag. Die CDU-Fraktion hatte die hohe Belastung der niedersächsischen Polizei kritisiert. So seien im vergangenen Jahr zu viele Überstunden angefallen. Es fehle überall an Personal und viele Dienststellen erreichten kaum noch ihre Sollstärke.

Tatsächlich war die Zahl der Überstunden im vergangenen Jahr den Zahlen der Landesregierung zufolge im Vergleich zu 2014 um rund 100 000 auf 1,4 Millionen zurückgegangen. Weil Überstunden jedoch abgearbeitet oder ausbezahlt werden könnten, bedeuteten sie nicht zwangsläufig eine permanente Belastung des Polizeivollzugsdienstes, heißt es in der Antwort des Innenministeriums.

Um herauszufinden, wie die Belastung der Polizisten verringert werden kann, will die Landesregierung die Mitarbeiterumfrage genauer auswerten. Geplant ist außerdem ein Forschungsprojekt der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel zu diesem Thema. Die Antwort der Landesregierung wird am kommenden Donnerstag im Landtag diskutiert werden.

dpa

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