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Der Norden Polizisten sollten in Ekel-Unterkunft schlafen
Nachrichten Der Norden Polizisten sollten in Ekel-Unterkunft schlafen
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21:02 23.04.2016
Zimmer der Linsingen-Kaserne in Hameln sollen so verdreckt und stinkend gewesen sein, dass die Polizisten sich weigerten, dort zu schlafen. Quelle: Archiv/Junge Polizei
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Hameln

Die Zimmer für die beiden Hundertschaften aus Nordrhein-Westfalen – sie gehören zu dem Großaufgebot, dass den Besuch von US-Präsident Barack Obama absichern soll – waren nicht nutzbar. In einem Facebook-Post der Jungen Polizei ist die Rede von "Erbrochenem, Fäkalien und Sperma auf dem Boden und an den Wänden". In der Kaserne, die als Erstaufnahmeeinrichtung des Landes für Flüchltinge genutzt wird, seien Matratzen, Kissen, Bettdecken und deren Bezüge voller Haare, Blut und Flecken von Fäkalien gewesen, heißt es weiter. Als Beweis posteten die Jungen Polizisten Fotos im Netz.

Nach einer siebenstündigen Wartezeit seien die Polizisten zu einer anderen Unterkunft gebracht worden, am Sonnabend sei ein Reinigungsteam angerückt. "Eine Bodenreinigung alleine genügt hier jedoch nicht ansatzweise", kommentierten die Jungen Polizisten.

Die Polizeidirektion Hannover bestätigte die Informationen. Für den Obama-Besuch habe die Polizei auf Unterkünfte außerhalb Hannovers zurückgreifen müssen. Die Räume in der Listingen-Kaserne seien stichprobenartig begutachtet worden. "Trotz des schlichten Standards hat man nach dieser Besichtigung die Unterkunft gemeinsam für eine Unterbringung akzeptiert", heißt es in einer Mitteilung vom Sonnabendabend. Die Kritik an den Missständen sei berechtigt gewesen. Nicht alle Mängel hätten sich am Sonnabend bei einer Reinigung beseitigen lassen. "Die PD Hannover hat sich aus  diesem Grund entschlossen, die betroffenen Einsatzkräfte in anderen Unterkünften unterzubringen."

Vom Frühstück in Hannover vor ihrem Einsatz waren die Jungen Polizisten dagegen begeistert: Sie posteten Fotos von ihrem Frühstück.

sbü

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