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Der Norden Obdachloser verbrennt in Stralsund: War es ein Unfall?
Nachrichten Der Norden Obdachloser verbrennt in Stralsund: War es ein Unfall?
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00:17 08.02.2018
Wer war das Opfer, das in Stralsund verbrannt ist? Ermittler suchen nach Spuren. Quelle: Foto: Stefan Tretropp
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Stralsund

War es ein tragischer Tod, ein Unfall, eine Gewalttat? Nachdem am Sonntag eine Frau in Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) am Rand der Innenstadt eine brennende Leiche entdeckt hat, kommen die Ermittlungen nur langsam voran. Laut Staatsanwaltschaft gibt es derzeit keine Spuren zu einer Straftat. Eine Obduktion der Leiche am Montag habe keine Hinweise auf ein gewaltsames Einwirken ergeben.  Es könne sich um einen selbst verschuldeten Unfall handeln, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund, Martin Cloppenburg, am Montag. Dennoch werde zum jetzigen Zeitpunkt ein Verbrechen nicht vollständig ausgeschlossen.

Um die genaueren Todesumstände und die Identität des Toten zu klären, müssten die abschließenden Obduktionsergebnisse und Untersuchungen eines Brandursachenermittlers abgewartet werden. Diese Untersuchungen könnten noch mehrere Tage dauern. Zur Aufklärung des Falls will die Polizei Videoaufnahmen eines nahen Parkhauses und einer Spielothek nutzen. Die Polizei sucht weiter nach Zeugen, die Hinweise geben könnten.

Eine Zeugin hatte die Polizei am Sonntag gegen 7.50 Uhr alarmiert, weil sie den brennenden Körper sah. Rettungskräfte löschten das Feuer, konnten dem Opfer aber nicht mehr helfen. 

In sozialen Netzwerken wird darüber spekuliert, dass es sich bei dem Toten um einen aus Osteuropa stammenden obdachlosen Straßenmusiker handeln könnte, der am Frankenteich – dem Ort des Vorfalls – des Öfteren übernachtet haben soll und sich dort an einem Feuer versehentlich selbst entzündet haben könnte. Diese Ansätze würden geprüft, sagte Cloppenburg.      

Wie eine Polizeisprecherin sagte, hat es in dem Bereich des Vorfalls in der jüngeren Vergangenheit mehrere Polizeieinsätze im Zusammenhang mit Brandunfällen gegeben – zuletzt am 1. Februar. An der Unglücksstelle gebe es zudem weder Hinweise auf Kampfspuren noch Anhaltspunkte dafür, dass der Mann mit Spiritus übergossen worden sein könnte.

Es wäre nicht der erste aus Osteuropa stammende Obdachlose, der in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Winter ums Leben gekommen ist. In einem Abrisshaus in Wolgast war Mitte Januar die Leiche eines 44-Jährigen gefunden worden. Obwohl das genaue Obduktionsergebnis noch aussteht,  gibt es auch bei diesem Mann keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.

Auch in Niedersachsen gab es Fälle: Anfang November war ein toter Obdachloser aus Polen am Messebahnhof in Laatzen gefunden worden. In Delmenhorst starb ebenfalls im November eine 51-jährige Frau, die auf der Straße lebte, nachdem die Stadt zwei heruntergekommene Hochhäuser im Wollepark hatte räumen lassen. Die Frau war misshandelt und getötet worden.

Von Martina Rathke

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