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Der Norden Dieser Pfarrer sitzt in einer Jury für Miss-Wahl
Nachrichten Der Norden Dieser Pfarrer sitzt in einer Jury für Miss-Wahl
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08:45 24.11.2017
Pastor Jürgen Schwartz sitzt in der Jury bei der Miss-Wahl zur schönsten Frau über 50 Jahren. Quelle: Carmen Jaspersen/ dpa
Oldenburg

 Bei der Wahl zur schönsten Frau Deutschlands im Alter über 50 Jahre am Samstag in Oldenburg sitzt ein Pfarrer in der Jury. Gemeinsam mit elf weiteren, teils prominenten Juroren wird der 53 Jahre alte evangelische Pastor Jürgen Schwartz aus Großenkneten aus 20 Finalistinnen die Miss 50plus Germany 2018 auswählen. In einem Interview hat der Geistliche sein Verständnis von Schönheit erläutert.

Wie kommt es, dass ein Pfarrer in der Jury von Miss 50plus sitzt?

Das hängt mit einer Ausschreibung in der örtlichen Tageszeitung („Nordwest-Zeitung“) zusammen. Als ich von der Möglichkeit las, als Juror mit anderen zu wirken, reizte mich das Kennenlernen von Menschen, die ich sonst höchstwahrscheinlich nie kennenlernen würde. Die Teilnehmerinnen kommen aus unterschiedlichen Kontexten, haben Lebenserfahrung und einen regulären Beruf. Es geht um die Präsentation von Abendgarderobe - nicht um Bikinimode - und um sich selbst. „Ich möchte nach meiner Frau und Mutter die drittschönste Frau kennenlernen“, so lautete mein Bewerbungssatz.

Mit diesem Satz waren Sie erfolgreich und gehören nun zur Jury, zu der Frauen wie die Miss Germany 2017 Soraya Kohlmann und Männer wie der Politiker Wolfgang Bosbach gehören. Was bedeutet Schönheit für Sie?

Die Misswahl 50plus ist eine gute Gelegenheit, sich mit dem Thema Schönheit auseinanderzusetzen und dabei zu merken: Wenn ich mich selbst mag, dann brauche ich das vorgegebene Schönheitsideal nicht so eng zu fassen. Zu einem schönen Gesicht gehört für mich, dass man darin Gefühle, Stimmungen, Reaktionen erkennen und ablesen kann. Schönheit ist viel mehr als nur die äußere Erscheinung. Ein Mensch ist schön, wenn er sich liebevoll anschaut. Dann kann er auch andere liebevoll anschauen und ihre Schönheit entdecken.

Hätten Sie sich auch für die Jury der Miss-Germany-Wahl beworben?

Nein.

Das Aussehen spielt bei Frauen oft eine größere Rolle als bei Männern. Finden Sie das gut?

Es würde wohltuend und hilfreich sein, wenn Menschen sich als grundsätzlich schön und begabt verstehen. Das ständige Vergleichen finde ich blöd. Wir können uns doch einfach so aneinander freuen, ohne Hintergedanken, ohne Neid. Dem anderen etwas zu gönnen, setzt voraus, dass man mit sich im Einklang ist. Dann braucht man nicht mehr auf den anderen neidisch zu sein. Dann ist auch eine Teilnahme an der Misswahl 50plus völlig unverfänglich.

Von dpa/Helen Hoffmann

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