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Pokemon-Spieler geraten in Schießübung

Zwischenfall auf Truppenübungsplatz Pokemon-Spieler geraten in Schießübung

Auf der Jagd nach virtuellen Monstern mit der neuen Smartphone-App „Pokémon Go“ haben sich drei Spieler in der Lüneburger Heide in große Gefahr gebracht. Ein Wachdienst las die drei auf dem Truppenübungsplatz in Bergen auf, während dort gerade mit scharfer Munition zu Übungszwecken geschossen wurde.

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Dieses Schild haben die Spieler missachtet.

Quelle: Katrin Kutter

Bergen. Welche Gefahren der Umgang mit der Smartphone-App „Pokémon Go“ mit sich bringen kann, zeigt ein Vorfall aus der Lüneburger Heide eindrucksvoll. Bei Bergen suchten am späten Mittwochabend drei Fans des Spiels mit ihren Handys nach den kleinen virtuellen Monstern - und gerieten in eine Schießübung der Bundeswehr.

Ein Wachdienst habe die Zivilisten gegen 22 Uhr auf dem 28.000 Hektar großen Truppenübungsplatz aufgegriffen, bestätigte ein Sprecher der Bundeswehr der HAZ. Obwohl die Schranke des Zufahrtswegs geschlossen und die rote Fahne gehisst gewesen sei, hätten sich die drei mit ihren Smartphones in dem militärischen Sperrgebiet bewegt, sagte Oberstleutnant Jürgen Engelhardt vom Landeskommando Niedersachsen. Die Flagge weist darauf hin, dass gerade eine Übung stattfindet, bei der mit scharfer Munition geschossen wird.

Schon bevor Pokémon Go in Deutschland offiziell erschienen war, ist auch in Hannover das Pokémon-Fieber ausgebrochen. In einer Bildergalerie zeigen wir Ihnen, wo welche Pokémon bereits gesehen wurden und welche Pokéstops einen Besuch Wert sind. Sie haben Tipps und Tricks für uns? Dann schicken Sie uns doch einfach Ihre Hinweise. Dann aktualisieren wir die Galerie. 

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Den drei Pokémon-Jägern kann das eigentlich kaum entgangen sein. Im Dunkeln wird die Fahne von einem Scheinwerfer angestrahlt. „Außerdem muss man schon etwas Energie aufwenden, um die Schranke zu überwinden“, sagte Engelhardt. Zudem stünden auf dem gesamten Gelände, das mitten in der Lüneburger Heide liegt, helle Schilder, die auf die Gefahren hinweisen würden.

Die drei Spieler sollen mit dem Auto in das Sperrgebiet gefahren sein. Als der Sicherheitsdienst sie entdeckte, erklärten sie, mit der „Pokémon Go“-App auf der Suche nach den kleinen Taschenmonstern zu sein. „Die waren so in ihre Handys vertieft, dass sie extra darauf hingewiesen werden mussten, die Geräte auszuschalten“, sagte Engelhardt. Der Wachdienst habe dafür gesorgt, dass die drei das Gelände verlassen. Nähere Angaben zu Alter und Herkunft der Pokémon-Spieler machte die Bundeswehr nicht. „In Bergen wird scharf geschossen, dort liegen auch viele Blindgänger. Das kann lebensgefährlich sein“, mahnte Engelhardt. Den Pokémon-Fans droht nun eine Geldbuße wegen unbefugten Betretens einer militärischen Anlage.

Wie groß die Begeisterung der Pokémon-Fans ist, zeigte sich am Freitagabend auch in Hannover. Dort waren rund 1000 Menschen zu einer "Pokémon Go"-Nachtwanderung gekommen.

Von Isabell Rollenhagen

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