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Polizei erfasst Tausende Handy-Daten

Osnabrück Polizei erfasst Tausende Handy-Daten

Um nach einer Pfefferspray-Attacke die Täter dingfest zu machen, hat die Polizei in Osnabrück mit Gerichtsbeschlüssen 14 000 Handy-Daten erfassen lassen und neun Wohnungen durchsucht. Das halten die Anwälte der Beschuldigten für unverhältnismäßig und haben Beschwerde bei Gericht eingelegt.

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Wer mit wem? 14 000 Handys im Umkreis des Tatorts haben die Ermittler überprüft.

Quelle: Fredrik von Erichsen

Osnabrück. Der Vorfall, um den es geht, liegt laut einem Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ schon etwas zurück: In der Nacht zum 8. August 2014 werden zwei junge Männer in Osnabrück mit Pfefferspray besprüht. Sie werden im Krankenhaus behandelt, können es aber kurz danach schon wieder verlassen und erstatten keine Anzeige gegen die Täter. Die Polizei ermittelt in dem Fall trotzdem wegen gefährlicher Körperverletzung. Ein Merkmal für die Ermittler ist, dass das ältere Opfer ein bekannter Rechtsextremist ist. Um die Täter zu finden, beantragen die Ermittler bei Gericht eine Funkzellenauswertung.

Das Gericht genehmigt die Abfrage, die Telekommunikationsunternehmen lieferten daraufhin die Nummern von 14 000 Handys, die zwischen 1 und 2.30 Uhr nachts im Umkreis von 500 Metern rund um den Tatort angeschaltet und auf Empfang gestellt waren. Die Handys jedes Spaziergängers oder Autofahrers, Zugpassagiers oder auch Anwohners wurden dabei in die Liste aufgenommen. Inhalte können laut Justizministerium bei der Funkzellenauswertung nicht erfasst werden, wohl aber, welche Geräte miteinander kommuniziert haben.

Auf diese Weise filtern die Ermittler sieben Tatverdächtige heraus. Sie gehören allesamt der linken Szene in Osnabrück an, einige wohnen auch in unmittelbarer Nähe des Tatorts. Am 10. Oktober kommt es dann laut NOZ zu den Wohnungsdurchsuchungen. Dabei werden für mehrere Monate Computer, USB-Sticks und Handys beschlagnahmt. Am Ende bleibt das Verfahren ohne Ergebnis: Ein Jahr später, im Oktober 2015, werden die Ermittlungen ergebnislos eingestellt.

„Wenn man die ganze Akte liest, krümmen sich einem die Fußnägel“, sagte Joé Thérond, der Anwalt eines Tatverdächtigen, der NOZ. „Manche Sachen gehen nicht - und diese Sache geht nun überhaupt nicht.“

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