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Der Norden Polizei veröffentlicht Phantombild
Nachrichten Der Norden Polizei veröffentlicht Phantombild
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08:28 25.08.2014
Blumen und eine Laterne erinnern am Fundort des Mädchens an das schreckliche Verbrechen. Quelle: dpa
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Upgant-Schott

Nach dem Gewaltverbrechen an einer Sechsjährigen im ostfriesischen Upgant-Schott sucht die Polizei seit Sonntag mit einem Phantombild nach einem jungen Mann. Dieser soll sich zur Tatzeit im Bereich der Grundschule aufgehalten haben. Mehrere Zeugen haben sich bei der Polizei gemeldet und den Ermittlern diese Person beschrieben. Die Polizei hat auch Hinweise auf weitere mögliche Zeugen, die sich bislang noch nicht gemeldet haben.

Dazu gehört nach Angaben von Polizeisprecherin Sabine Kahmann ein Fahrradfahrer, der von Zeugen in der Nähe der Schule gesehen wurde. Weiter bittet die Polizei ein Paar mit Kinderwagen, das sich im Bereich der Schule aufgehalten haben soll, sich zu melden. Sie alle könnten die Person auf dem Phantombild gesehen haben, sagte Kahmann. Ob er lediglich Zeuge ist oder auch als Täter in Betracht kommt, wissen die Beamten nach eigenen Angaben noch nicht.

Nach diesem Mann sucht die Polizei im Fall der schwer verletzten Sechsjährigen.

Zum Zustand des Mädchens wollte sich die Polizei am Sonntag nicht äußern. Spielende Kinder hatten das schwer verletzte und nicht ansprechbare Kind am Donnerstag in einem Gebüsch auf dem Gelände einer Grundschule entdeckt. Das Mädchen wurde danach in ein künstliches Koma versetzt. Die Polizei geht von einem Verbrechen aus. Sie hatte bereits vor dem Phantombild Bilder von der Überwachungskamera auf dem Schulhof veröffentlicht, auf dem ein unbekannter Mann zu sehen ist.

Die Sechsjährige hatte schwere Verletzungen am Kopf und Oberkörper erlitten. Was dem Mädchen genau zugestoßen ist, war am Wochenende noch unklar. „Wir schließen ein Sexualdelikt nicht aus. Die Untersuchung hat aber keine konkreten Belege dafür gegeben", sagte Kahmann.

Die Einwohner in Upgant-Schott sind entsetzt. „Das hätte in unserer Gemeinde, wo jeder jeden kennt, niemand erwartet", sagte der Bürgermeister der Samtgemeinde Brookmerland, Gerhard Ihmels (SPD). „Alle fühlen mit der Familie." Viele Eltern hätten jetzt aber auch Angst um ihre eigenen Kinder. „Jedes Kind in unserem Ort besucht diese Grundschule. Das ist eigentlich ein geschützter Raum, wo sich Kinder sicher fühlen."

dpa

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