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Der Norden Investoren schaffen Premium-Parkplätze für Lkw
Nachrichten Der Norden Investoren schaffen Premium-Parkplätze für Lkw
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06:00 22.02.2017
Von Gabriele Schulte
Voller Lkw-Parkplatz an der Autobahn: Wer garantiert für die Sicherheit von Fahrer und Ladung? Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

„Die Baugenehmigung ist durch“, sagte Dirk Köhler, Geschäftsführer des privat betriebenen Autohofs, der HAZ. Auch das Land will entlang der Autobahnen 7 und 2 weitere Stellplätze schaffen. Der Lastwagenverkehr wächst seit Jahren kontinuierlich an. Nach Angaben des ADAC machen Lkw inzwischen 20 Prozent des Verkehrs auf den Autobahnen aus. „Jeder Parkplatz, der gebaut wird, ist gut“, sagt Sprecherin Alexandra Kruse.

Neue Plätze bei Göttingen

Auf der A 7 werde Schätzungen zufolge 2025 jedes fünfte Fahrzeug sogar ein Schwerlasttransporter sein, also mindestens ein 40-Tonner, ergänzt Harald Gast, Geschäftsführer beim Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen. „Was an neuen Stellplätzen geplant ist, reicht bei Weitem nicht aus“, sagt er. Unter anderem sollen nach Angaben der Landesbehörde für Straßenbau bis 2019 zwischen Northeim und Kassel 277 Stellplätze entlang der A 7 geschaffen werden - 71 davon an der Raststätte Göttingen-Ost und 156 an einer neuen Rastanlage bei Bovenden (Kreis Göttingen).

Die Stellplätze direkt an der Autobahn werden vom Bund bezahlt. Die wenige Hundert Meter von Abfahrten entfernten, von dort gut ausgeschilderten Autohöfe dagegen werden privat finanziert - so auch der Rasthof Lutterberg, der zur Kette 24-Total mit Sitz in Regensburg gehört. Die Gruppe hat bundesweit bereits drei „Premium“-Parkplätze wie den jetzt geplanten eingerichtet, einen davon im hessischen Homberg/Efze ebenfalls an der A 7. Das Konzept: Die Lkw-Fahrer sollen sich sicher und wohl fühlen, die Spediteure eine Gebühr zahlen. „Viele Firmen und Versicherungen verlangen heutzutage Videoüberwachung auf Parkplätzen“, erläutert Lutterberg-Geschäftsführer Köhler.

"Wir brauchen auch mehr Polizei"

Verbandschef Gast wünscht sich auch auf öffentlichen Stellplätzen mehr Sicherheit. „Angesichts von Planenschlitzern und Dieseldieben ist Videoüberwachung interessant, aber wir brauchen auch mehr Polizei“, fordert er. Den Ausbau des Parkplatzangebots hält Gast für unausweichlich: „Wo es geht, nutzen wir jetzt schon die Bahn.“

Aus Sicht des Verkehrsministeriums haben Spediteure allerdings ihre Lagerhaltung zum Teil auf die Autobahnraststätten verlegt. „Gerade am Wochenende, und gerne auch für das ganze Wochenende, sieht man zuweilen fünf Sattelzüge derselben Spedition nebeneinanderstehen“, sagt Stefan Wittke, Sprecher von Minister Olaf Lies (SPD). Beim Parkplatzbau hinke das Land aber unfreiwillig den vom Bund vorgegebenen Zielen hinterher: „Es gibt zunehmenden Widerstand von Kommunen, Anliegern und Naturschützern.“

Zur Problemlösung beitragen könnte nach Ansicht des ADAC die Telematik, wie sie in Sachsen-Anhalt erprobt wird. Über Magnetbänder an der Raststätte wird mitgeteilt, ob auf dem nächsten Parkplatz noch freie Plätze zu finden sind. So lasse sich zumindest die Suche erleichtern.

„Gefahr für Autofahrer“

Der Mangel an Stellplätzen für Lastwagen entlang der Autobahnen ist auch für Autofahrer ein Problem. An Abfahrten zu Raststätten und Parkplätzen behindern die sich stauenden Lkw oftmals die Sicht. „Wenn die Lkw fast bis auf die Autobahn stehen, ist das eine echte Gefahr“, sagt Alexandra Kruse vom Automobilclub ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt in Laatzen – bis hin zum Risiko, dass Autofahrer auf einen Lastwagen auffahren könnten. Da die Lkw-Fahrer vorgeschriebene Lenk- und Ruhezeiten einhalten müssten, behielten sie die Sicherheit anderer nicht immer im Blick. Vor allem nachts sollten Autofahrer beim Abbiegen auf einen Autobahnparkplatz besonders vorsichtig sein. 

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