Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Problemwolf "Kurti" muss sterben

Entscheidung des Ministeriums Problemwolf "Kurti" muss sterben

Problemwolf Kurti soll getötet werden – das hat das niedersächsische Umweltministerium in Absprache mit Experten des Wolfsberatungszentrums auf Bundesebene beschlossen. Damit lässt das Ministerium seinen Plan fallen, den auffällig gewordenen Rüden zunächst zu betäuben und in einem Gehege unterzubringen.

Voriger Artikel
Polizei klärt filmreifen Banküberfall auf
Nächster Artikel
Mann rettet Frau und Kind aus brennendem Auto
Quelle: dpa

Hannover/Munster. Gegen diesen Plan hatten Jäger und Naturschützer protestiert: Ein in Freiheit aufgewachsenes Tier könne man nicht einsperren. Nun will das Ministerium zunächst versuchen, Kurti in freier Wildbahn zu betäuben, um ihn dann einzuschläfern, teilte das Ministerium gestern mit. Für den Fall, dass dies nicht gelingt, hatte das Ministerium sich immer auch die Möglichkeit offen gehalten, den Wolf von einem Polizisten erschießen zu lassen.

Der Kurti genannte Wolf ist ein zweijähriger Rüde, der immer wieder dadurch aufgefallen war, dass er sich Menschen ohne Scheu genähert hatte. Das Land hatte deshalb bereits einen Experten aus Schweden eingeladen, der Kurti wieder Respekt vor dem Menschen einflößen sollte. Doch die Maßnahmen wirkten nicht lange: Zuletzt hat der offiziell MT6 benannte Wolf einen Hund angegriffen, der mit seinem Herrchen und dessen Tochter spazieren ging. „In dieser Situation sind Maßnahmen zur Gefahrenabwehr notwendig“, sagte Umwelt-Staatssekretärin Almut Kottwitz.

Derzeit wird Kurti, der ein Sendehalsband trägt, in der Heide gejagt. Es sei nicht leicht, das Tier im Grenzbereich des Truppenübungsplatzes ausfindig zu machen, da man dort Sperrbereiche und Übungsabläufe berücksichtigen müsse, betonte Kottwitz. Nach Angaben des Umweltministeriums ist dieses der erste Fall in Europa, bei dem ein Problemwolf der Natur entnommen werden soll, wie es im Fachjargon heißt.

Ursprünglich hatte das Umweltministerium geplant, Kurti nicht zu töten. Noch am Montag kündigte es an, den Wolf betäuben und in ein Gehege sperren zu wollen. Jäger und Naturschützer hatten daraufhin gefordert, das Tier zu töten. „Erwachsene Wölfe aus freier Wildbahn vertragen eine Gefangenschaft in aller Regel nicht. Das wäre Tierquälerei“, sagte Roland Gramling, Sprecher des Tierschutzbundes WWF und plädierte dafür, den Wolf zu erschießen.

 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Problemwolf
"Kurti" hat sich mehrfach Menschen genähert und zuletzt auch einen Hund angegriffen.

Für den verhaltensauffälligen Wolf MT6 wird es eng: Jäger und Naturschützer forden, das Tier zu töten, anstatt es in ein Gehege zu sperren. Das niedersächsische Umweltministerium hatte am Montag angekündigt, den auch Kurti genannten Wolf MT6 betäuben und in ein Gehege sperren zu wollen.

mehr
Mehr aus Der Norden

Finden Sie, dass es momentan zu viele schlechte Nachrichten gibt? Das möchten wir gerne ändern, und zwar mit Ihrer Hilfe. Gemeinsam mit dem NDR, den Kieler Nachrichten, der Ostsee-Zeitung in Rostock und dem Hamburger Abendblatt sammeln wir die guten Nachrichten der Leser und Hörer. Teilnehmer können einen exklusiven Besuch der Elbphilharmonie in Hamburg gewinnen.  mehr

So schön ist Niedersachsen aus der Luft

Von Harz über Heide bis zur Nordsee: Die schönsten Luftaufnahmen von Niedersachsen.

Niedersachsen in Zahlen
  • Landeshauptstadt : Hannover
  • Ministerpräsident: Stephan Weil
  • Fläche : 47.634,90 km²
  • Einwohner : 7,791 Mio
  • Bevölkerungsdichte : 135 Einwohner je km²
  • Letzte Landtagswahl : 20. Januar 2013 
  • Nächste Wahl : 2018
  • Wirtschaft : Firmendatenbank
  • Geographie : Niedersachsen hat im Norden eine natürliche Begrenzung durch die Nordsee, die Unterelbe sowie den unteren Mittellauf der Elbe. Als Enklave vom Landesgebiet umgeben ist das Land Bremen.
  • Berühmte Niedersachsen : Gerhard Schröder, Diane Kruger, Lena Meyer-Landrut, Sigmar Gabriel, Christian Wulff, Otto Waalkes, Mousse T., Klaus Meine
Weihnachtsfeier in Flüchtlingslager Friedland

Weihnachtliche Stimmung im Grenzdurchgangslager Friedland: Zur Weihnachtsfeier mit den Flüchtlingen am Freitag kam auch Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius.