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Der Norden Malanda-Unfall: Gericht stellt Verfahren ein
Nachrichten Der Norden Malanda-Unfall: Gericht stellt Verfahren ein
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16:13 04.07.2016
Der belgische Fußballer Anthony D. muss eine Geldauflage von 4000 Euro zahlen. Quelle: dpa
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Minden

Im Prozess um den Unfalltod des belgischen Fußballers Junior Malanda hat das Amtsgericht Minden das Verfahren gegen den Fahrer des Wagens gegen eine Geldauflage von 4000 Euro eingestellt. Der 21-Jährige hatte am Steuer des Fahrzeugs gesessen, das im Januar 2015 auf der Autobahn 2 von der Fahrbahn abgekommen war. Malanda, Spieler des VfL Wolfsburg, war den Ermittlungen zufolge aus dem Auto geschleudert worden. Der Angeklagte, der ein Freund Malandas war und in der 2. Liga in Portugal sein Geld verdient, gab am Montag vor Gericht zu, auf regennasser Straße zu schnell gefahren zu sein. Ein Gutachten hatte das bestätigt, allerdings den Vorwurf des Rasens auf der Autobahn verneint. 

In Brüssel haben mehr 1000 Menschen Abschied von Junior Malanda genommen. Der Wolfsburger Fußball-Profi war bei einem Autounfall bestorben.

Die Fußballer waren von Belgien aus auf dem Weg zum Flughafen in Braunschweig. Von dort sollte Malanda mit der Wolfsburger Bundesliga-Mannschaft ins Trainingslager nach Südafrika fliegen. Die Eltern Malandas hatten den 21-Jährigen ins Gericht begleitet. Für das Gericht war auch ausschlaggebend, dass sie sich keine Bestrafung für den besten Freund ihres Sohnes gewünscht hatten. Nach Ansicht von Gericht und Staatsanwaltschaft ist der 21-jährige wegen des Todes seines Freundes bereits genug bestraft.

Das Gericht beurteilte den Angeklagten nach Jugendstrafrecht. Eine Gefängnisstrafe wäre nur bei besonders schwerwiegenden Vorwürfen infrage gekommen. Die konnte das Gericht und auch die Staatsanwaltschaft in der Hauptverhandlung nicht erkennen. Am Ende blieb es bei dem Vorwurf, dass der heute 21-Jährige seine Fahrweise nicht dem schlechten Wetter mit Starkregen und Wind auf der Autobahn angepasst hatte. Die Richterin sprach von einem Moment-Versagen. Laut Gutachter blieb offen, ob Malanda auch gestorben wäre, wenn er angeschnallt auf der Rückbank gesessen hätte. Er war durch das zerstörte Panoramadach aus dem Wagen geschleudert worden.

Starke Verformungen des schweren Geländewagens am hinteren Dachteil hätten auch zum Tod des belgischen Nationalspielers führen können, sagte der Gutachter. Abschließend zu klären sei dies nicht. Junior Malanda hatte 2015 einen Flug von Brüssel nach Hannover verpasst. In Niedersachsen wurde er am 10. Januar erwartet, bevor die Mannschaft ins Trainingslager fliegen wollte. Er bat deshalb seinen Freund, ihn mit dem Auto von Belgien nach Niedersachsen zu fahren.

Die Fußball-Bundesliga und zahlreiche Fans trauern um Junior Malanda. Der Profi des VfL Wolfsburg kam bei einem Autounfall in der Nähe von Porta Westfalica ums Leben.

dpa

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