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Razzia gegen mutmaßliche Islamisten in Hildesheim

Polizeieinsatz Razzia gegen mutmaßliche Islamisten in Hildesheim

In Hildesheim und in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen sind am Mittwochmorgen Razzien angelaufen, die sich gegen Verdächtige mit islamistischem Hintergrund richten. Die Durchsuchungen wurden von der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe veranlasst.

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Bei der Razzia in Hildesheim wurde unter anderem ein Auto durchsucht.

Quelle: Chris Gossmann

Hildesheim. Mehr als 150 Polizisten haben in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen am Mittwoch Durchsuchungen bei drei mutmaßlichen Unterstützern der Terrororganisation "Islamischer Staat" vorgenommen. Es geht vor allem um Prediger, die Kämpfer für den Kampf in Syrien und im Irak radikalisieren und rekrutieren sollen. Die Razzien in Dortmund, Duisburg, Düsseldorf und Tönisvorst (Kreis Viersen) sowie in Hildesheim erfolgten auf Veranlassung des Generalbundesanwalts. Die drei Beschuldigten seien verdächtig, seit Januar 2015 und Juli 2015 um Mitglieder und Unterstützer für den IS geworben zu haben, teilte ein Sprecherin der Behörde in Karlsruhe mit. Einer der mutmaßlichen Islamisten soll darüber hinaus die Terrororganisation finanziell und logistisch unterstützt haben.

Reisebüro in Duisburg durchsucht

Grundlage für die Durchsuchungen sei ein Beschluss des Ermittlungsrichters beim Bundesgerichtshof. Festnahmen habe es keine gegeben, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Der Generalbundesanwalt hat eine Razzia gegen Islamisten in Nordrhein-Westfalen und Hildesheim angeordnet.

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Die zuständigen Polizeibehörden bestätigten Durchsuchungen in Dortmund, Duisburg, Hildesheim sowie einer weiteren Stadt im Kreis Hildesheim. Augenzeugen beobachteten Polizeieinheiten unter anderem vor einem Reisebüro mit türkischem Namen in Duisburg. Das Internetportal "DerWesten" berichtete, der Inhaber des Reisebüros stehe im Verdacht, Kontakt zu zwei Jugendlichen gehabt zu haben, die einen Anschlag auf ein Gebetshaus der Sikh-Religionsgemeinschaft in Essen verübt haben sollen. Er habe dies aber bestritten.

Am Freitag war in Mutterstadt in Rheinland-Pfalz ein 24-jähriger Asylbewerber unter dem Verdacht festgenommen worden, ein Islamist zu sein. Der Hinweis auf den Verdächtigen sei aus Nordrhein-Westfalen gekommen, hieß es.

De Maizière: Terrorbedrohung in Deutschland ist hoch

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat die Terrorbedrohung in Deutschland als hoch bezeichnet. "Wir leben in schwierigen Zeiten", sagte er am Mittwoch nach einem Besuch der Bremer Polizei. Die Beamten in Bund und Ländern seien hoch belastet. Mit Blick auf Vorschläge der Unions-Innenminister der Bundesländer zu schärferen Sicherheitsmaßnahmen sagte de Maizière, es kursiere derzeit lediglich ein Entwurf, und er sei nicht mit allem einverstanden. Nach einem Bericht des rnd, zu dem auch die Hannoversche Allgemeine Zeitung gehört, wollen die Unions-Innenminister unter anderem eine Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft und ein Verbot der Vollverschleierung fordern.

Die Durchsuchungen zeigten, dass die Polizei nicht nachlasse, die islamistische Szene auszutrocknen, sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD). "Wer meint, hier unbehelligt hetzen und junge Männer für den bewaffneten Kampf in Syrien und im Irak rekrutieren zu können, liegt daneben." Die Sicherheitsbehörden täten alles, um zu verhindern, "dass die salafistischen Verführer Kinder und Jugendliche ihrer Gehirnwäsche unterziehen".

dpa/r

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