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Der Norden Rechte greifen 
Flüchtlinge in 
Hildesheim an
Nachrichten Der Norden Rechte greifen 
Flüchtlinge in 
Hildesheim an
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00:17 27.08.2015
Von Karl Doeleke
Angehörige der rechten Szene haben in Hildesheim Asylbewerber attackiert. Die Polizei hat deshalb eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Quelle: Symbolbild
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Hildesheim

Die Beamten seien auf zwei rivalisierende Gruppen gestoßen, nachdem gegen 22 Uhr ein Notruf eingegangen war. Etwa 15 Rechtsextreme standen rund 20 Migranten gegenüber, darunter Flüchtlinge aus einer nahe gelegenen Unterkunft.
Auslöser des Tumults waren laut Polizei Pöbeleien der Fußballfans und Rechtsextremisten, die vor dem Bahnhof Alkohol tranken.

Ein 18-jähriger Deutscher mit dunkler Hautfarbe und ein 21  Jahre alter Syrer wurden als „Scheiß Ausländer“ beschimpft. Außerdem seien die Männer gestoßen worden. Als sie die Flucht ergriffen, seien sie von mehreren Männern verfolgt worden. In einer Unterführung ließen die Verfolger dann von den beiden ab, weil sie einem 22-jährigen sudanesischen Flüchtling begegneten, den die Angreifer laut Polizei „unvermittelt mit längeren Holzstücken“ schlugen. Der Mann wurde leicht verletzt. Einer der Flüchtenden will danach drei Knallgeräusche gehört haben. Die Polizei fand jedoch keine Patronenhülsen oder Waffen.

Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ein. Außerdem prüft sie Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs. Der Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig erklärte: „Übergriffe auf Flüchtlinge in Hildesheim sind nicht akzeptabel. Wir lassen keinen Raum für rechtes Gedankengut oder politisch motivierte Straftaten aus dem rechten Spektrum.“

Von Karl Doeleke
 und Alexander Raths

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