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Reetdachhaus brennt auf Grundmauern nieder

Stade Reetdachhaus brennt auf Grundmauern nieder

Bei einem Feuer in Stade ist am Montag ein Schaden von 200.000 Euro entstanden. Das Reetdachhaus aus dem 19. Jahrhundert brannte bis auf die Grundmauer nieder. Verletzt wurde niemand. Die Polizei kann Brandstiftung nicht ausschließen.

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Die Polizei schätzt den Sachschaden nach dem Brand auf mindestens 200.000 Euro.

Quelle: Feuerwehr Stade/dpa

Stade. Erneut ist ein Reetdachhaus in Stade bis auf die Grundmauern niedergebrannt, nachdem bereits in den Monaten zuvor mehrere reetgedeckte Gebäude in der Region in Flammen aufgegangen waren. Die Polizei schätzte den Sachschaden nach dem Brand am Montag zunächst auf mindestens 200 000 Euro, wie ein Sprecher mitteilte. Menschen wurden nicht verletzt. Zwei Bewohner des mindestens 135 Jahre alten Hauses waren von Passanten geweckt worden, so hatten sich die beiden 51 und 55 Jahre alten Männer retten können.

Die Brandursache war zunächst nicht bekannt. „Brandstiftung kann zumindest nicht ausgeschlossen werden“, sagte Polizeisprecher Rainer Bohmbach. Das Feuer an einer Hauptzufahrtstraße zur Stader Innenstadt führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Insgesamt waren rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz.

Bei einem Feuer in Stade ist ein Schaden von 200.000 Euro entstanden. Das Reetdachhaus aus dem 19. Jahrhundert brannte bis auf die Grundmauer nieder.

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Erst Ende November war ein Reetdachhaus in derselben Straße niedergebrannt. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude stand leer. Die Polizei ermittelt in dem Fall wegen möglicher Brandstiftung. Schon im August hatten Unbekannte versucht, das Haus anzuzünden. Einen Zusammenhang mit dem neuen Feuer konnte die Polizei nicht ausschließen. Einen weiteren Brand in dem am Montag zerstörten Haus hatte die Feuerwehr am 23. März noch rechtzeitig löschen können. „In dem Fall wurde wegen Brandstiftung ermittelt, jedoch bisher kein Täter gefasst“, sagte Bohmbach.

Erst am Sonntag hatte die „Hamburger Morgenpost“ über eine Serie von Bränden reetgedeckter Häuser in Stade und Umgebung berichtet. Zumindest teilweise gehe die Feuerwehr von Brandstiftung aus, hieß es in dem Artikel. Zuvor waren in diesem Jahr bereits Reetdachhäuser in den bei Stade gelegenen Ortschaften Guderhandviertel und Mittelnkirchen im Alten Land zerstört worden. In Mittelnkirchen hatte sich im Januar die 74 Jahre alte Bewohnerin in letzter Sekunde retten können, es entstand ein Schaden von rund 500 000 Euro.

„In Mittelnkirchen gehen wir von Brandstiftung aus, in Guderhandviertel laufen die Ermittlungen noch“, sagte Bohmbach. „Ein Zusammenhang zwischen den Bränden in Stade und denen im Alten Land wird derzeit nicht gesehen.“

dpa

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