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Der Norden SPD fordert Verbot von E-Zigarette
Nachrichten Der Norden SPD fordert Verbot von E-Zigarette
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15:11 20.03.2012
Im Gegensatz zu herkömmlichen Zigaretten werden keine Substanzen verbrannt, der Nutzer nimmt keinen Teer auf. Quelle: dpa
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Hannover

In der Debatte um die Schädlichkeit der E-Zigaretten bringt die SPD nun ein Verbot ins Spiel. "Solange Gesundheitsrisiken nicht ausgeschlossen werden können, müssen die E-Zigaretten vom Markt genommen werden", forderte gestern Uwe Schwarz, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Nach Informationen dieser Zeitung könnte bei der Konferenz der Gesundheitsminister im Juni beschlossen werden, dass E-Zigaretten unter das Arzneimittelgesetz fallen. Dann müssten auch entsprechende Studien zur Verträglichkeit der E-Zigarette in Auftrag gegeben werden.

Die Bundesregierung hatte vor rund drei Wochen eine Empfehlung für die Länder ausgegeben, wonach E-Zigaretten als Arzneimittel eingestuft werden sollten. Dies soll nun auf der Konferenz der Gesundheitsminister der Länder geklärt werden. Falls die Minister sich der Einschätzung des Bundes anschließen, dürften nikotinhaltige E-Zigaretten künftig nur in Apotheken an Erwachsene verkauft werden. Derzeit werden die rauchlosen Zigaretten in Shops und über das Internet vertrieben. "Das niedersächsische Gesundheitsministerium strebt eine bundeseinheitliche Lösung an - derzeit haben wir einen Flickenteppich", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Zigaretten werden keine Substanzen verbrannt, der Nutzer nimmt keinen Teer auf. Anders als herkömmliche Zigaretten darf die elektronische Alternative in Niedersachsen auch in rauchfreien Zonen konsumiert werden. Der Konsum der E-Zigaretten ist dennoch umstritten. Bedenken hat Tobias Welte, Direktor der Pneumologie in der Medizinische Hochschule Hannover, vor allem bezüglich der Flüssigkeit, die über eine Heizspirale verdampft. "Rein theoretisch können die Liquide hoch giftig und krebserregend sein", sagt Welte. "Das wissen wir aber nicht, weil bisher keine Gelder für Studien zur Verfügung gestellt wurden."

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