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Der Norden Nach Säure-Anschlag: Täter schreibt Vanessa Briefe aus Gefängnis
Nachrichten Der Norden Nach Säure-Anschlag: Täter schreibt Vanessa Briefe aus Gefängnis
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08:10 12.02.2018
Sie begegnet ihrem Schicksal mit Stärke und Stolz. Vanessa Münstermann trägt nach dem Säureangriff durch ihren Exfreund Glasauge und den Kopf wieder oben. Tapfer und trotzig hat sie sich ihr Leben zurückgeholt.  Quelle: Kutter
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Hannover

  Mit dem letzten Brief vor Weihnachten sei sie zur Polizei gegangen. „Dort sagte man mir, dass es darin keinen Anhaltspunkt für Ermittlungen gibt, weil alles Meinungsäußerungen sind.“

Vanessa Münstermanns Ex-Freund hatte sie an einem Montag im Februar 2016  unmittelbar vor dem Mehrfamilienhaus an der Bremer Straße in Leinhausen angegriffen, in dem die damals 27-Jährige wohnte. Der Täter trat aus einem Gebüsch und schüttetet seinem Opfer Säure ins Gesicht. Vanessa Münstermann erlitt schwere Verätzungen im Gesicht und auf dem Oberkörper, verlor ihr linkes Auge. Der Täter wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

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Diese Bild-Kombo zeigt Vanessa Münstermann links am 11.07.2015 (privates Handy-Foto) vor dem Anschlag und rechts am 10.02.2017 in einem Fotostudio in Hannover. 

Doch sie hat nicht aufgegeben, steht zu ihren Narben und kämpft sich ins Leben zurück. Sie hat einen Verein gegründet und berät Menschen, die ebenfalls durch Narben und Säure entstellt sind, wie sie bei einem Stadtspaziergang mit der HAZ berichtet hat. Am kommenden Sonntag (18.2.) lädt sie zu einem Empfang ein, um sich bei Unterstützern zu bedanken und gemeinsam mit anderen Betroffenen Gesicht zu zeigen. Bereits am Donnerstag (16.2.) zeigt das WDR Fernsehen in der Reihe „Menschen hautnah“ ein Porträt über das Leben der jungen Frau nach dem Säure-Angriff.

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Sie begegnet ihrem Schicksal mit Stärke und Stolz. Vanessa Münstermann trägt nach dem Säureangriff durch ihren Exfreund Glasauge und den Kopf wieder oben. Tapfer und trotzig hat sie sich ihr Leben zurückgeholt. HAZ-Autor Bert Strebe hat sie zum Stadtspaziergang getroffen.

Von dpa

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