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Der Norden Sanierung des Hildesheimer Doms wird teurer
Nachrichten Der Norden Sanierung des Hildesheimer Doms wird teurer
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08:52 22.04.2016
1985 wurde der Hildesheimer Dom mit der Michaeliskirche durch zum Weltkulturerbe erklärt. Quelle: dpa
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Hildesheim

Archäologische Arbeiten und ein Mehrbedarf an Material haben die Kostensteigerung bei der Hildesheimer Domsanierung ausgelöst. Dies teilte das Bistum nach der Untersuchung durch eine Rechtsanwaltskanzlei mit. Statt zuletzt veranschlagter Kosten von 41,4 Millionen Euro kosteten die Baumaßnahmen am Ende 43,2 Millionen Euro. Ein Teil der Mehrkosten von 1,8 Millionen Euro hätte möglicherweise vermieden werden können, wenn das Architektenbüro wie vertraglich festgelegt darüber frühzeitig informiert hätte. In einer außergerichtlichen Einigung habe das Architektenbüro auf einen Teil seines Honorars verzichtet. Die romanische Kathedrale war nach fünfjähriger Sanierung im Sommer 2014 wiedereröffnet worden.

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Bischof Norbert Trelle wohnt der Wiedereröffnung des Hildesheimer Doms bei.

Erst im Verlauf der umfangreichen Bauarbeiten habe sich der notwendige Mehrbedarf etwa an Beton abgezeichnet, teilte das Bistum mit. Mehrkosten entstanden auch durch Arbeiten, die nicht direkt mit dem Dom und dem angegliederten Dommuseum zusammenhingen, wie etwa die Sanierung des Annenfriedhofs. Im Vergleich zu den vor dem Start der Arbeiten veranschlagten Kosten von knapp 30 Millionen Euro wurde die Domsanierung schließlich sogar um ein Drittel teurer. Gründe für erste Kostensteigerungen waren aufwendige historische Ausgrabungen.

Die Mehrkosten musste die Kirche aus ihren Rücklagen bezahlen. Der Eigenanteil an den Sanierungskosten, an denen sich auch die EU, der Bund und Spender beteiligten, klettert unter dem Strich von zunächst geplanten 18,3 auf etwa 25,5 Millionen Euro. Ein Grund ist auch, dass am Ende eine Million Euro an Spenden weniger eingingen als erhofft.

Der nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaute und 1960 eröffnete Dom war an die ursprüngliche Architektur aus dem Mittelalter angepasst worden. Anbauten sowie eine eingezogene Decke aus den Nachkriegsjahren wurden entfernt und der Fußboden auf sein ursprüngliches Niveau abgesenkt. Heller und lichtdurchfluteter als früher präsentiert sich der renovierte Dom, in dessen schlichter Gestaltung die liturgischen Kunstschätze besser zur Geltung kommen.

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