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Der Norden Schiffbrüchige von Motorjacht gerettet
Nachrichten Der Norden Schiffbrüchige von Motorjacht gerettet
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21:24 24.08.2017
Hooksiel war der Heimathafen der gesunkenen Jacht. Quelle: DGzRS
Spiekeroog

Zuerst gab es einen Knall, kurz darauf stand die zweiköpfige Besatzung der zwölf Meter langen Motorjacht knietief im Wasser. In letzter Minute konnten Helfer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger den Mann und die Frau retten. Nach dem Zusammenprall mit einem Hindernis war ihr Kajütboot am Mittwochabend vor Spiekeroog leckgeschlagen und im Begriff zu sinken.

Fahrfehler wird ausgeschlossen

Gegen 17.35 Uhr hatte der Skipper des in Hooksiel beheimateten Motorboots, das sich auf dem Weg nach Norderney befand, die Seenotleitung in Bremen kontaktiert. Noch bevor das Seenotrettungsboot „Wilma Sikorski“ von der Station Wangerooge den Einsatzort erreichte, war bereits ein Schlepper bei der havarierten Jacht eingetroffen. Die Schiffbrüchigen warteten jedoch das Eintreffen der Seenotrettung ab, bevor sie von Bord gingen. Die Jacht sank kurz darauf.

„Die genaue Ursache des Unfalls lässt sich nicht bestimmen. Wir vermuten, dass etwas im Wasser getrieben ist“, sagt Ralf Bauer von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Bei einer Wassertiefe von rund 15 Metern in dem Bereich schließt er Bodenkontakt und damit einen Fahrfehler der Besatzung aus. Vor zwei Wochen war nordwestlich von Spiekeroog ein Segler mit seiner Jacht auf der Sandbank Westerriff auf Grund gelaufen und anschließend leckgeschlagen.

Die Seenotretter verzeichneten in den vergangenen zwölf Monaten 20 Einsätze in dem Seegebiet. Ob das jüngste Wrack eine Gefahr darstellt und geborgen werden muss, klären derzeit die Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter Emden und Wilhelmshaven.

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