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Der Norden Schiffe mit US-Panzern kommen in Deutschland an
Nachrichten Der Norden Schiffe mit US-Panzern kommen in Deutschland an
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07:43 05.01.2017
Symbolbild Quelle: dpa
Bremerhaven

Das US-Transportschiff „Resolve“ mit Militärfahrzeugen und Ausrüstung an Bord ist am Mittwoch in Bremerhaven eingetroffen. Dies bestätigte Hafenkapitän Andreas Mai. Die US-Frachter „Freedom“ und „Endurance“ sollen nach Angaben der Bundeswehr bis Sonntag in Bremerhaven ankommen. Die Fracht der drei Schiffe gehört zu einer Panzerbrigade, die über Deutschland nach Polen und in weitere Länder Mittel- und Osteuropas verlegt wird. Insgesamt sollen rund 4000 US-Soldaten mit Fahrzeugen und schwerem Gerät im Rahmen der Nato-Operation „Atlantic Resolve“ die US-Streitkräfte in den östlichen Nato-Ländern verstärken.

Die „Resolve“ hatte sich am Mittwoch den Weg durch stürmische See Richtung Bremerhaven gekämpft. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes türmten sich die Wellen in der Deutschen Bucht zeitweise bis zu sieben Meter hoch. Ursprünglich sollte das Schiff erst am Freitag in Bremerhaven ankommen. An diesem Tag soll die Fracht entladen werden.

Die Panzerbrigade soll rotierend zu Übungszwecken in verschiedenen Ländern eingesetzt werden. Das Hauptquartier wird in Polen sein. Polen, Lettland, Litauen und Estland grenzen an Russland und fühlen sich seit dem Ausbruch der Ukraine-Krise vom großen Nachbarn bedroht.

Da Norddeutschland Drehscheibe für die Truppenverlegung ist, übernimmt die Streitkräftebasis der Bundeswehr die logistische Unterstützung. Sie sorgt für Unterkunft und Verpflegung der US-Soldaten, stellt Lagerflächen bereit und sichert mit Feldjägern den Transport. Das Material, das per Schiff in Bremerhaven eintrifft, soll mit Zügen und auf Straßen nach Polen gebracht werden. Auf den drei Schiffen sind der Bundeswehr zufolge mehr als 2500 Gefechtsfahrzeuge, Lastwagen, Anhänger und Container. Militärkonvois sind durch Niedersachsen, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Brandenburg geplant.

Die Belastung für die Bevölkerung solle dabei so gering wie möglich sein, sagte ein Bundeswehrsprecher. Ihm zufolge werden pro Konvoi nicht mehr als rund 20 Fahrzeuge unterwegs sein. Und: „Die Masse wird über die Schiene transportiert.“

Die Logistikschule der Bundeswehr in Osterholz-Scharmbeck bei Bremen spielt bei der Verlegung eine zentrale Rolle. So sollen dort vorübergehend rund 400 amerikanische Soldaten untergebracht werden, wie ein Pressesprecher mitteilte. Zudem würden Flächen für etwa 600 Fahrzeuge bereitgestellt und ein mobiler Gefechtsstand zur Koordinierung und Überwachung der Konvois eingerichtet. Während Fahrzeuge und Ausrüstung überwiegend per Schiff nach Deutschland kommen, wird ein Großteil der US-Soldaten direkt nach Polen fliegen.

Die Truppenverlegung im Januar ist der Auftakt einer längeren logistischen Zusammenarbeit zwischen den USA und Deutschland. Denn nach neun Monaten sollen sämtliche US-Truppen und auch alle Ausrüstung komplett ausgetauscht werden, wie es auf der Homepage der Streitkräftebasis heißt.

dpa

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