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Der Norden Die „Zeitungsente" schwimmt
Nachrichten Der Norden Die „Zeitungsente" schwimmt
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12:46 20.07.2015
Zehn Schüler durften bei der Jungfernfahrt im Papierboot mitfahren. Quelle: dpa
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Bremerhaven

Ein von Bremerhavener Schülern und Experten des Deutschen Schiffahrtsmuseums gebautes, über fünf Meter langes und zwei Meter breites Boot hat seine Jungfernfahrt erfolgreich bestanden. Unter dem Beifall Hunderter Schüler und Schaulustiger wurde die "Zeitungsente" per Kran zu Wasser gelassen. Mit an Bord durften zehn Schüler der Gorch-Fock-Grundschule, die seit Herbst 2014 im Deutschen Schiffahrtsmuseum beim Bau geholfen hatten.

Gut zehn Minuten paddelten sie im Museumshafen.  "Ich bin überglücklich, dass das Boot schwimmt", freute sich die zehnjährige Amelie nach der Jungfernfahrt. "Ich würde am liebsten gleich noch mal fahren", sagte ihre Mitfahrerin Lia, die in der Nacht zuvor wenig Schlaf bekommen hatte: "Weil ich so aufgeregt war." Denn ob das Boot auch schwimmt, wusste zuvor niemand. "Ich bin erleichtert, dass es geklappt hat", sagte Bootsbauer Axel Dohrmann, der den Bau geplant und geleitet hatte. "Aber ich habe auch mit nichts anderem gerechnet."

Nur das Paddeln müssten die Kinder noch ein bisschen üben, damit das Boot nicht ständig wegdriftet. Zudem müsse mehr Ballast ins Boot genommen werden, weil es zu instabil im Wasser liege. "Die Kinder haben zu wenig Kraft, es auf Kurs zu halten", sagte Dohrmann.

Das Papierboot unterscheidet sich von vielen anderen: "Die meisten sind maximal 3,20 Meter lang", sagte Museumspädagoge Gero Klemke. Und sie hielten meist nur ein paar Tage. Das Papierboot des Deutschen Schiffahrtsmuseums wurde massiv und in der Art eines modernen Holzbootes gebaut. Statt Holz wurden für den Spantenaufbau und die Außenhaut Zeitungspapier und Pappe Lage um Lage mit Kleister geschichtet. Insgesamt kamen 9000 Zeitungsseiten und 80 Graupappen in bis zu 34 Schichten zum Einsatz. Die schwimmfähige Konstruktion mit einer Traglast von 750 Kilogramm soll nach Angaben von Klemke drei Jahre halten und für weitere Schulprojekte genutzt werden.

dpa

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