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Der Norden Schüler wollen bei Klassenfahrten mitreden
Nachrichten Der Norden Schüler wollen bei Klassenfahrten mitreden
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00:19 23.07.2015
Von Saskia Döhner
An den See, in die Berge oder ganz weit weg: Schüler wollen mitbestimmen, wohin sie auf Klassenfahrt gehen. Quelle: Symbolbild
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Hannover

„Das ist ein Schritt in die falsche Richtung, wir hätten uns mehr Mitbestimmung für Schüler gewünscht.“ Schließlich seien Klassenfahrten etwas elementar Wichtiges im Schulleben, da hätten auch die Jugendlichen mitzureden, findet Rump.

Es sei zu begrüßen, dass Lehrer ihre Kosten mit dem neuen Erlass besser erstattet bekommen sollen. Wenn aber nicht gleichzeitig die Schulbudgets erhöht würden, sei es am Ende doch wieder so, dass die Pädagogen draufzahlten oder viele Fahrten nicht stattfinden könnten, befürchtet Tjark Melchert, stellvertretender Vorsitzender des Landesschülerrats. Das Problem würde sich verschieben - und die Schüler seien wieder die Leidtragenden. Wegen der Mehrarbeit an Gymnasien hatten drei Viertel der Schulen ihre Klassenfahrten und andere freiwillige Zusatzleistungen wie Konzert- und Theaterbesuche gestrichen. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) und auch die Schülervertreter hatten dies scharf kritisiert.

Nachdem das Oberverwaltungsgericht Lüneburg Anfang Juli die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für Lehrer an Gymnasien für unzulässig erklärt hatte, haben mehrere Bildungsverbände erklärt, es bestehe kein Grund mehr für die Streichung von Klassenfahrten. Die Personalräte der einzelnen Schulen entscheiden, ob sie den Boykott aufrechterhalten wollen oder nicht. Die Vollversammlung der Personalräte hat bereits angekündigt, dass sie ein Ende des Boykotts für wahrscheinlich hält.

In Wolfsburg haben die Gymnasien bereits erklärt, dass Klassenfahrten wieder stattfinden sollen. In Hannover sind am Wochenende Schüler der Elsa-Brändström-Schule von den ersten Elternfahrten zurückgekehrt. Das Land hatte dies in einem Modellversuch erlaubt.

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