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„Der Zug wird laufen“

Sicherheitskonzepte für die närrische Zeit „Der Zug wird laufen“

Die Absage des Karnevalsumzugs in Braunschweig vor einem Jahr, Terror in Paris und zuletzt die Übergriffe in der Neujahrsnacht in Köln: Vorfälle, die die Pläne der Jecken in Niedersachsen durcheinanderwirbeln könnten, gibt es viele.

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„Sorgen passen nicht in unser Konzept“: Nach der Absage im vergangenen Jahr soll der Karnevalsumzug in Braunschweig in diesem Jahr wieder planmäßig laufen.

Quelle: dpa

Braunschweig. Einen Monat vor dem Höhepunkt der Karnevalssaison geben sich die Beteiligten aber gelassen. „Der Zug wird ganz normal laufen“, sagt der Braunschweiger Zugmarschall Gerhard Baller. Die Braunschweiger Karnevalisten verlassen sich auf die Sicherheitskräfte. „Es gibt keine Hinweise auf eine Gefahr“, sagt Baller. „Und wenn doch, muss die Polizei agieren.“

In allen Karnevalsregionen in Niedersachsen sitzen derzeit Vereine, Polizei und Rettungskräfte zusammen, um gemeinsam Sicherheitskonzepte zu erarbeiten. „Natürlich schauen wir in diesem Jahr aus einer anderen Perspektive auf diesen Anlass“, räumt Braunschweigs Polizeisprecher Joachim Grande ein. Und auch der Organisator des Osnabrücker Karnevals, Rainer Möllers, sagt: „Sicherheit ist das Thema Nummer eins. Das ist nicht schön, aber wir sind vorbereitet.“

Auch nach den Vorfällen in der Neujahrsnacht bemühen sich Veranstalter und Polizei um möglichst viel Normalität. „Wir gehen nicht davon aus, dass hier wie in Köln größere Gruppen unterwegs sind, die den Karneval stören“, sagt Polizeisprecher Grande. Die Polizei sei jedenfalls gut vertreten.

Zwar sei auch in Braunschweig das Phänomen der sogenannten Antänzer bekannt, die sich in Discotheken oder auf offener Straße Menschen nähern, um sie zu bestehlen. „Da hat es im vergangenen Jahr 32 Anzeigen gegeben, die aber meist nicht aufgeklärt wurden, weil die Opfer einfach zu betrunken waren“, sagt Grande. In einem Ausmaß wie in Köln habe man in Braunschweig mit dem Problem aber noch nicht zu tun gehabt.

Nicht nur beim „Schoduvel“ werden mehr Beamte auf der Straße sein, auch andere Karnevalsstädte stocken das Personal auf. Einsatzkräfte in Zivil werden ebenfalls verstärkt eingesetzt. Mit genauen Auskünften zu den Plänen halten sich die Sicherheitskräfte aber zurück. Auch, um Trittbrettfahrer zu verhindern.

Der Sicherheitsaspekt ist zwar wichtig, er soll den Karneval aber nicht beherrschen – und möglicherweise Zuschauer verscheuchen. „Närrische Gelassenheit“, nennt das Wolfgang Friemerding von der Dammer Carnevalsgesellschaft. Und Wolfgang Günther von der Initiative Bremer Karneval sagt: „Uns Sorgen zu machen passt nicht in unser Konzept.“

Viele Vereine verzichten deshalb auch auf Wagen, die den Terror thematisieren. „Das ist eher die Aufgabe von Düsseldorf“, sagt Rainer Behrens vom Umzug in Hannover. In Braunschweig will man das Thema dennoch mit eigenen Wagen aufgreifen. An dem Gefährt unter dem Motto „Der Terror macht nicht halt“ wird zurzeit noch gebaut. „Gleichzeitig haben wir aber auch Wagen dabei, die eine gelungene Integration präsentieren“, sagt Zugmarschall Baller.

Von Rebecca Krizak
und Michael B. Berger

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