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Der Norden Software bremst Westfalenbahn kräftig aus
Nachrichten Der Norden Software bremst Westfalenbahn kräftig aus
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00:16 18.04.2016
Von Bernd Haase
Die Westfalenbahn hat die Verbindung zwischen den drei größten Städten Niedersachsens zum Fahrplanwechsel im Dezember von der Deutschen Bahn übernommen Quelle: dpa/Archiv
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Hannover

Fahrgäste berichten ferner von Stopps auf freier Strecke und notwendigem Umstieg auf Ersatzzüge. „Das ist eine schmerzliche Situation“, sagt Rainer Peters, Sprecher der Nahverkehrsgesellschaft des Landes (LNVG). Man werde am Dienstag ein Gespräch mit der Geschäftsführung des Unternehmens führen und ihr dabei eine Frist setzen, die Misere zu beheben.

Die Westfalenbahn hat die Verbindung zwischen den drei größten Städten Niedersachsens zum Fahrplanwechsel im Dezember von der Deutschen Bahn übernommen. Probleme gab es von Anfang an, sie wurden aber zunächst mit den üblichen Anlaufschwierigkeiten nach einem Betreiberwechsel erklärt. Die Ursache liegt jedoch tiefer, und zwar bei der Steuerungssoftware der 13 Doppelstock-Triebwagen vom Typ Kiss, die auf der Strecke im Einsatz sind. „In einigen Fällen kam es zur Abbremsung der Züge während der Fahrt, obwohl kein konkreter Fehler erkennbar ist“, erklärt Unternehmenssprecher André Rahmer. Die Züge gingen dann in einen Sicherheitsmodus, und der Zugführer müsse den Bordcomputer zurücksetzen und neu starten. Dazu seien an vier Zügen in der laufenden Woche noch weitere technische Probleme aufgetreten. Man bitte die Kunden um Entschuldigung.

Laut Rahmer hat der Hersteller der Doppelstockwagen, die Firma Stadler Pankow, lange gebraucht, die Fehlerquelle zu identifizieren. Seit dieser Woche könnten aber die Schwierigkeiten zu 75 Prozent abgearbeitet werden. Für den Rest sei die Freigabe eines weiteren Software-Updates erforderlich, die im Mai erwartet werde.

Die LNVG wird der Westfalenbahn die Zugausfälle in Rechnung stellen. Das Unternehmen seinerseits hat beim Hersteller eine Schadensersatzforderung angekündigt, wie Rahmer erklärt. Diese solle auch zur Entschädigung der Kunden dienen, die die gesetzlichen Fahrgastrechte in Anspruch nehmen. Peters wiederum hat noch eine tröstliche Nachricht: „In den vergangenen 20 Jahren ist es in Niedersachsen nie vorgekommen, dass ein Unternehmen Probleme nicht in den Griff bekommen hat.“

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