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Der Norden Gruppe muss halten – und sich verteidigen
Nachrichten Der Norden Gruppe muss halten – und sich verteidigen
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00:18 03.12.2015
Eine "Panne" zwingt die Kolonne zum Halt, die Soldaten werden von "Passanten" (blau gekleidet) abgelenkt, angegriffen und müssen sich verteidigen. Gleichzeitig wird das ausgefallene Fahrzeug für die Bergung vorbereitet.
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Luttmersen

Start der Übung: Die kleine Kolonne fährt durch das Gelände. Aus den Unimogs und Lastwagen mit Dachluke sichert jeweils ein Soldat. Dann passiert es, der an der Spitze fahrende Unimog fällt aus. Die Soldaten bereiten das Abschleppen vor, und werden dabei von „Zivilisten“ abgelenkt. Diese bieten ihre Hilfe an und sind zudem neugierig, wollen etwa wissen, wieviel PS einer der Lastwagen hat. Eine Explosion alarmiert die Gruppe: Die Soldaten gehen in Deckung und suchen sich eine Stellung. Jetzt beginnt das Gefechtschießen einer Gruppe in der Verteidigung. Dabei ist die Truppe keineswegs homogen zusammengesetzt. Einsatzerfahrene und neue Soldaten üben gemeinsam.

Das Ganze ist Teil der Zertifizierung für die European Battle Group, für die das Versorgungsbataillon 141 für eine mit österreichischen Soldaten gebildete Logistikeinheit rund 200 Soldaten beisteuern muss. Der Kommandeur Oberstleutnant Carsten Heß ist von Anfang an auf dem Übungsplatz dabei und macht sich ein Bild vom Ausbildungsfortschritt. Heß ist zufrieden. Die Gruppenführer haben präzise Aufträge erteilt, sodass jeder weiß, was er zu tun hat. Von Tag zu Tag habe sich das Niveau gesteigert, lobt der Kommandeur. Die Fehlerquote hält sich in Grenzen: Ein MG-Schütze ist einfach in seinem Unimog geblieben und hat den Vorteil der Lafette genutzt. Allerdings bietet er in dem ungepanzerten Fahrzeug selbst ein gutes Ziel. Ein anderer Schütze hat sich eine falsche Stellung gesucht, aus der er nur begrenzt wirken konnte.

Krönender Abschluss ist dieselbe Übung bei Nacht. Zu sehen ist kaum etwas. Dafür ist der Wind kalt, und es regnet. Schießen können die Soldaten nur, wenn mit Signalmunition das Gelände vor ihnen ausgeleuchtet wird. Doch nach einigen Sekunden herrscht wieder Dunkelheit.

Während der Zertifizierung leben die Angehörigen des Bataillons in einem sogenannten Lager, das aus soliden Gebäuden besteht. Der Komfort hält sich in Grenzen, auch wenn es zu meinen aktiven Zeiten deutlich schlechter war. Ich erinnere mich an eine Übung im Winter mit zugigen Baracken, die mit Ölöfen beheizt wurden. Das Sanitäranlagen bestanden aus noch zugigeren Plumpsklos und einigen Waschbecken, Duschen gab es nicht. Nach einigen Tagen duschte ich deshalb kalt mit einem Gartenschlauch. Eine voreilige Aktion. Denn nachmittags fuhr mein Zug zum Duschen in eine nahegelegene Kaserne.

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Eine "Panne" zwingt die Kolonne zum Halt, die Soldaten werden von "Passanten" (blau gekleidet) abgelenkt, angegriffen und müssen sich verteidigen. Gleichzeitig wird das ausgefallene Fahrzeug für die Bergung vorbereitet.

Von Thomas Tschörner

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