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Der Norden St. Peter-Ording versetzt markante Pfahlbauten
Nachrichten Der Norden St. Peter-Ording versetzt markante Pfahlbauten
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18:27 16.04.2018
Werden versetzt: Die Pfahlbauten am Strand von St. Peter-Ording. Quelle: Karsten Roehrbein
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St. Peter-Ording

Die Pfahlbauten am Strand von St. Peter-Ording sind das Wahrzeichen der Gemeinde. Seit mehr als 100 Jahren trotzen die hölzernen Hütten dem „Blanken Hans“. Doch Sturmfluten sind für sie nicht die einzige Gefahr. Vor allem durch den Anstieg des Meeresspiegels wird der Strand schmaler. Experten des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz LKN haben berechnet, dass an einzelnen Abschnitten jedes Jahr sechs bis acht Meter Strand verloren gehen. 

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Die Okertalsperre bei Schulenburg im Oberharz.

Deshalb müssen einige Pfahlbauten weiter oben am Strand neu aufgebaut werden, sagte Nils Koch von der Tourismus-Zentrale. Die Arbeiten beginnen Anfang Mai. Zunächst sollen die Strandaufsicht und die WC-Anlagen am Ordinger Strand sowie das WC in Ording Nord neu gebaut werden. Nach der Fertigstellung sollen die alten Gebäude im Herbst abgerissen werden. Die Gesamtkosten betragen rund 2,6 Millionen Euro. Für zwei weitere Pfahlbauten ist in den kommenden Jahren ebenfalls der Rückzug vorgesehen. Elf Hütten können nach Angaben der Tourismus-Zentrale bleiben.

Der erste Pfahlbau - die „Giftbude“ - wurde 1911 gebaut. Dort gab es nicht, wie der Name vermuten lässt, ein Sortiment tödlicher Gifte. Sondern „Gift“ stand für das niederdeutsche „Dor gifft dat wat“ (Da gibt es etwas) - zum Beispiel Schnaps, aber auch alkoholfreie Erfrischungen. Denn „der Weg vom Ortszentrum oder vom Deich bis zur Wasserkante ist zu weit, um schnell mal ein Getränk zu beschaffen“, sagte Koch. Die „Giftbude“ wurde 1935 von einer Sturmflut zerstört.

Heute stehen 15 Pfahlbauten am Strand: Je drei an den fünf bewachten Badestellen für Badeaufsicht, Sanitäranlagen und Gastronomie. Die bis zu sieben Meter hohen Pfahlbauten stehen auf zehn bis zwölf Meter langen Lärchenpfählen, die im Abstand von drei Metern zueinander zur Hälfte im Boden eingeschlämmt werden. „Sie sind heute Wahrzeichen von St. Peter-Ording und erfüllen wichtige Versorgungsfunktionen“, sagte Koch.

dpa

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