Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Staatsschutz ermittelt nach Feuer in Dannenberg
Nachrichten Der Norden Staatsschutz ermittelt nach Feuer in Dannenberg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:17 13.05.2016
Nichts mehr zu retten: Ein Einkaufszentrum in Dannenberg ist in der Nacht abgebrannt. Quelle: dpa
Anzeige
Dannenberg

Nach dem Brand eines Einkaufszentrums in Dannenberg prüft die Polizei, ob ein gezielter Anschlag zu dem Feuer geführt hat. Das Gebäude mit mehreren Geschäften war in der Nacht zum Freitag komplett ausgebrannt. Es entstand ein Millionenschaden, Menschen wurden nicht verletzt. 

In der Nacht zum 13. Mai musste die Feuerwehr zu einem großen Brand in einem Einkaufszentrum in Dannenberg ausrücken. Der Schaden geht nach ersten Schätzungen in die Millionenhöhe.

In der gleichen Nacht verwüsteten Unbekannte im knapp 20 Kilometer entfernten Lüchow das Arbeitsamt und einen Textildiscounter. Dort warfen die Täter mit Steinen die Scheiben ein und versprühten blaue Farbe. In dem Textilmarkt in Lüchow brannte es nicht, dort wurden aber Gegenstände entdeckt, mit denen ein Feuer hätte verursacht werden können. Nach Informationen des NDR hat der Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen.

Die Polizei prüft einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen in Dannenberg und Lüchow. "Es wäre fahrlässig, dies nicht zu tun", sagte ein Sprecher. "Wir können weder einen technischen Defekt noch vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung ausschließen." Es sei auch möglich, dass es sich um politisch motivierte Anschläge handele.

Bei den Löscharbeiten in Dannenberg waren rund 190 Helfer der freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Sie verhinderten, dass die Flammen auf einen weiteren Einkaufsmarkt und ein angrenzendes Hotel übergriffen. Noch in der Nacht nahm die Polizei einen Mann in Gewahrsam, der mit seinem Handy Videos von dem Brand gemacht und damit die Feuerwehr bei ihren Löscharbeiten gestört hatte. 

Die Polizei hatte zunächst keine Hinweise darauf, dass er der Urheber der möglichen Brandstiftung gewesen sein könnte. Der Mann kam wieder auf freien Fuß. Der Sachschaden beläuft sich in Lüchow auf mehrere Tausend Euro. Sowohl das Arbeitsamt als auch der Laden blieben am Freitag geschlossen.

lni/sbü

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Fall des Messerstechers von Wunstorf wird immer unklarer. Offenbar hätten Behörden und Justiz bereits zu Jahresbeginn vor der Gefährlichkeit des Mannes aus der Entzugsklinik in Moringen gewarnt gewesen sein können. Dieser hatte am Montagabend in Wunstorf eine 73-Jährige mit dem Messer angegriffen und schwer verletzt.

Karl Doeleke 15.05.2016

Die tödlichen Quälereien in Höxter-Bosseborn haben bundesweit für Entsetzen gesorgt: Der 46-jährige Wilfried W. und seine 47-jährige Ex-Frau Angelika B. sollen seit 2011 mehrere Frauen in einem heruntergekommenen Gehöft festgehalten und körperlich misshandelt haben. Die Beamten haben nun den Ermittlungszeitraum bis ins Jahr 1998 ausgeweitet.

15.05.2016
Der Norden Rechtsstreit nach Krankmeldung - Razzia bei "Dschungelcamp"-Lehrerin

Der Rechtsstreit um eine Soltauer Lehrerin, die sich hatte krankschreiben lassen und dann ihre Tochter zum RTL-Dschungelcamp nach Australien begleitet hat, spitzt sich zu. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hat Durchsuchungsbeschlüsse gegen die Lehrerin Viktoria Volk sowie zwei Ärzte erwirkt.

15.05.2016
Anzeige