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Ermittlungen: Feuer in geplantem Flüchtlingsheim

Bad Bevensen Ermittlungen: Feuer in geplantem Flüchtlingsheim

Nach dem Feuer in einer geplanten Unterkunft für Flüchtlinge in Bad Bevensen ermitteln die Behörden wegen eines möglichen politischen Hintergrundes. Der Grund: Nach Angaben der Ermittler des Staatsschutzes ist ein ein ausländerfeindlicher Hintergrund nicht unwahrscheinlich.

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Ein Passant hatte die Feuerwehr alarmiert.

Quelle: Foto: Wedel/Feuerwehr Bad Bevensen

Bad Bevensen. Nachdem Unbekannte in Bad Bevensen (Kreis Uelzen) eine geplante Flüchtlingsunterkunft verwüstet haben, hat sich das Landeskriminalamt in die Ermittlungen eingeschaltet. Außerdem ist der für Straftaten mit politischem Hintergrund zuständige Staatsschutz eingeschaltet worden. Die Ermittler halten es „für nicht unwahrscheinlich“, dass die Tat einen ausländerfeindlichen Hintergrund hat, sagte ein Polizeisprecher. Vor Abschluss der Ermittlungen sei aber auch Vandalismus nicht ganz auszuschließen.

In der Nacht zu Sonntag waren Unbekannte in den ehemaligen Supermarkt eingestiegen, der derzeit vom Landkreis als Flüchtlingsunterkunft eingerichtet wird. Nach Angaben der Polizei haben die Einbrecher Abflüsse verstopft und Wasserhähne aufgedreht und so einen erheblichen Schaden produziert. Außerdem stehen sie im Verdacht, ein Feuer gelegt zu haben, das sich zu einem Schwelbrand entwickelte und den Dachstuhl beschädigte. Möglich sei aber auch, dass das Feuer, das von einem Passanten entdeckt wurde, durch einen technischen Defekt ausgelöst wurde, betonte am Freitag ein Polizeisprecher.

Das zu klären wird nun Aufgabe der Untersuchungskommission des Landeskriminalamts sein, die gestern in die Ermittlungen eingebunden wurde. Der durch Feuer und Wasser entstandene Schaden wird von den Ermittlern auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Ob die Dachkonstruktion des ehemaligen Supermarkts weiterhin standsicher ist und wie das Gebäude repariert werden muss, sollen Sachverständige in den nächsten Tagen klären, sagte ein Polizeisprecher.

Das Gebäude sollte als Notunterkunft für bis zu 200 Flüchtlinge genutzt werden, sagte ein Sprecher des Landkreises. Derzeit wohnen 170 Flüchtlinge in zwei Turnhallen. Um die Hallen bis zum 1. Februar für das zweite Schulhalbjahr wieder frei zu bekommen, hatte der Kreis den ehemaligen Supermarkt gekauft und wollte ihn bis Ende Januar umbauen lassen. Die Bauexperten schließen nicht aus, dass das noch gelingen kann, so der Sprecher: „Der Schaden ist reparabel.“

Bad Bevensens Bürgermeister Martin Feller (Grüne) rief am Montag dazu auf, an einer für den 19. Dezember geplanten Demonstration der Antifaschistischen Aktion Lüneburg/Uelzen gegen Rassismus teilzunehmen. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund und andere Organisationen unterstützen die Demonstration.

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