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Der Norden Stadtmitarbeiter soll in Kasse gegriffen haben
Nachrichten Der Norden Stadtmitarbeiter soll in Kasse gegriffen haben
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06:45 20.09.2017
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Hameln

Die Stadt hat dem Mitarbeiter inzwischen fristlos gekündigt und einen Strafantrag gestellt.

Wie Wahmes erläuterte, war der 47-jährige Rathausmitarbeiter in den Jahren 2004 bis 2014 in der Stadtkasse tätig. Dabei war er auch für die Entgegennahme von Barzahlungen zuständig. Der Mann habe Gebühren oder Bußgeldzahlungen allerdings nicht korrekt in die Kasse gelegt, sondern zum Teil für sich behalten, sagte der Stadtsprecher weiter.

Damit dies nicht auffiel, habe der Mann mit großer krimineller Energie fingierte Buchungen vorgenommen, berichtete Wahmes. Dabei sei er so geschickt vorgegangen, dass die Fehlbestände bei amtlichen Kassenprüfungen nicht auffielen. Denn der 47-Jährige sei aufgrund seines Fachwissens in der Lage gewesen, auch komplexe Buchungssysteme zu überlisten.

Erst durch einen Zufall sei das Ganze in diesem Frühjahr ans Licht gekommen, sagte der Verwaltungssprecher. Stadtbedienstete seien auf einen nicht nachvollziehbaren Buchungsposten gestoßen und hätten dann nachgeforscht. „Von da an kam die Lawine ins Rollen“, sagte Wahmes. Noch seien nicht alle Details des Falles bekannt. Wegen der Komplexität der fingierten Buchungen habe die Stadt die Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg um Unterstützung gebeten. „Am Ende könnte die Schadenssumme noch höher ausfallen als 500 000 Euro“, sagte der Sprecher.

Zum Motiv des Beschuldigten machte die Stadt keine Angaben. Im Rathaus geht man aber davon aus, dass er das veruntreute Geld verspielt hat. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt wegen des Verdachts der Untreue gegen den 47-Jährigen. Der Mann sei geständig und wirke bei der Aufklärung des Falles mit, hieß es.

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