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Der Norden Immer weniger Schüler in Niedersachsen
Nachrichten Der Norden Immer weniger Schüler in Niedersachsen
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14:58 11.03.2016
Die Zahl der ABC-Schützen, Haupt- und Realschüler in Niedersachsen sinkt, dafür steigt die Anzahl der Gesamtschüler. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

Die Zahl der Schüler in Niedersachsen sinkt weiter. Im laufenden Schuljahr 2015/2016 besuchen nach vorläufigen Daten rund 846 600 Mädchen und Jungen die allgemeinbildenden Schulen. Das sind nach einer am Freitag veröffentlichten Erhebung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden fast 10 000 Schüler oder 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr.

Damit hat sich ein seit Jahren anhaltender Trend fortgesetzt. 2005 waren an allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen noch knapp 990 000 Schüler, rund 143 000 mehr als heute. Wie sich die Schülerzahl im laufenden Schuljahr durch den Zuzug von Flüchtlingen verändert hat, werde nicht gesondert erfasst, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in Hannover. Nach Schätzungen seien seit Anfang 2015 aber mehr als 25 000 Kinder und Jugendliche nichtdeutscher Herkunftssprache im System der allgemeinbildenden und beruflichen Schulen hinzugekommen.

Auch bundesweit verzeichneten die Statistiker einen Rückgang der Schülerzahlen. Im laufenden Schuljahr werden nach Angaben des Bundesamts rund elf Millionen Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen unterrichtet. Das sind 0,4 Prozent weniger als im vorherigen Schuljahr.

Anzahl der Gesamtschüler steigt

In Niedersachsen am stärksten vom Rückgang betroffen sind die Hauptschulen. Dort sank die Schülerzahl seit 2005 von 117 000 auf 40 000. Drastische Einbußen verzeichneten auch die Realschulen, wo sich die Zahl von 191 000 auf 101 000 Schüler verringerte. In den Grundschulen wurden im Jahr 2005 noch 344 000 Jungen und Mädchen gezählt. Aktuell sind es etwa 280 000. An den Gymnasien sank die Schülerzahl im gleichen Zeitraum um 14 000 auf 242 000. Die Zahl der Förderschüler verringerte sich von 39 500 auf 27 000. Gestiegen ist dagegen die Schülerzahl an den integrierten Gesamtschulen des Landes - von 29 000 auf 70 000.

Schularten mit mehreren Bildungsgängen wie die Oberschule, die es 2005 noch nicht gab, registrieren im laufenden Schuljahr rund 74 500 Schüler. Auch die Zahl der Waldorfschüler hat sich erhöht - von 6300 auf 7000. Die Zahl der Schüler wird nach Angaben des Statistikamtes etwa durch demografische Entwicklung, Schulstrukturreformen und das Bildungsverhalten beeinflusst. Schulpflichtige Flüchtlinge und Zugewanderte werden in der Regel in den jeweiligen Schularten erfasst, die sie besuchen.

Da auch die Staatsangehörigkeit im Rahmen der vorläufigen Ergebnisse nicht erfasst und erst mit den endgültigen Ergebnissen der Schulstatistik nachgewiesen werden könne, lasse sich gegenwärtig auch nicht abschätzen, in welchem Umfang schulpflichtige Flüchtlinge und Zugewanderte Einfluss auf die Schülerzahlen nehmen.

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