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Stiftung ist entsetzt über KZ-Vandalismus

Polizei hat Ermittlungen aufgenommen Stiftung ist entsetzt über KZ-Vandalismus

Entsetzt hat sich der Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Jens-Christian Wagner, über einen Sprayer-Angriff in Braunschweig geäußert. Hier haben Unbekannte in der vergangenen Woche Wände und Infotafeln des früheren KZ-Außenlagers Schillstraße unweit des Braunschweiger Hauptbahnhofes beschmiert.

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Der Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Jens-Christian Wagner.

Quelle: dpa

Hannover. Wenige Tage zuvor hatten Neonazis die Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai gestört. Später waren nach der Veranstaltung abgelegte Kränze an der ehemaligen KZ-Außenstelle zertrampelt worden. Deshalb spricht Wagner von einem Neonazi-Angriff auf die Gedenkstätte. „Diese Angriffe schänden das Andenken der Opfer und richten sich gezielt gegen die engagierte Arbeit der Mitarbeiter der Gedenkstätte“, erklärte Wagner am Dienstag. Er erwarte, dass die Polizei schnell Ermittlungsergebnisse vorlege.

Auch wenn bereits der Staatsschutz ermittelt, ist sich die Braunschweiger Polizei nach Auskunft ihres Sprechers Wolfgang Klages noch nicht sicher, ob die Sprayer Neonazis waren. „Wir suchen immer noch nach Zeugen, die mögliche Täter am vergangenen Dienstagabend zwischen 20 und 23 Uhr beobachtet haben.“ Dass in einigen Fällen die Gedenktafeln mit Goldfarbe besprüht worden seien, ist nach Klages Worten untypisch für die Neonazi-Szene. Allerdings hätten sich auch einzelne Hakenkreuze am Gebäude der Gedenkstätte gefunden.

Der Schaden an den Gedenktafeln, die inzwischen alle abmontiert worden seien, sei erheblich. Es sei nicht klar, ob die Gedenktafeln wieder lesbar gemacht werden könnten oder neu hergestellt werden müssten. Sie enthalten Textdokumente von Zwangsarbeitern, die zwischen 1944 und 1945 in den ehemaligen Braunschweiger Büssing-Werken tätig waren. Mehrere Hundert, überwiegend jüdische Häftlinge kamen durch die Zwangsarbeit ums Leben.

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