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Der Norden Streit um Einführung von Stationsapotheken
Nachrichten Der Norden Streit um Einführung von Stationsapotheken
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14:44 30.08.2017
Um die Einführung von Stationsapotheken wird in Niedersachsen gestritten. Quelle: dpa/Archiv

 Die bereits erarbeitete Änderung des Krankenhausgesetzes solle möglichst noch vor der Landtagswahl am 15. Oktober beschlossen werden, sagte der Landeschef des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker, Matthias Bohn, am Mittwoch in Hannover. Eine Vertagung des Gesetzes bezeichnete er als verantwortungslos. Möglich wäre, das Gesetz in der letzten Sitzung vor der Wahl am 20./21. September zu beschließen.

Im direkten Kontakt mit Klinikpatienten stehende Apotheker hätten die Mordserie wohl nicht komplett verhindert. Auffälligkeiten beim Medikamenteneinsatz aber wären schneller entdeckt und eine größere Zahl der Todesfälle hätte verhindert werden können, sagte Bohn.

Krankenhäuser gegen Einführung von Stationsapotheken

Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft lehnt Gesetzespläne für Stationsapothekern in den Kliniken ab. Außerdem weise die Gesellschaft die Behauptung der niedersächsischen Apothekerkammer zurück, die Patientensicherheit sei ohne ein pharmazeutisches Fachwissen massiv gefährdet, teilte die Krankenhausgesellschaft am Mittwoch in Hannover mit.

Die rot-grüne Landesregierung hatte bereits im März einen Entwurf für ein neues Krankenhausgesetz vorgelegt. Als Reaktion auf die Mordserie sollen demnach in Krankenhäusern mit mehr als 300 Betten Stationsapotheker eingesetzt werden, um die Patientensicherheit zu erhöhen. Da für Niedersachsen Neuwahlen ausgeschrieben sind, ist es zweifelhaft, dass über dieses Gesetz noch abgestimmt wird.

Doch ließe sich damit nicht der kriminelle Missbrauch von Arzneimitteln abwehren. Hinzu komme, dass die verbindliche flächendeckende Einführung von Stationsapothekern selbst in einer Übergangszeit nicht umsetzbar sei.

Niels H. für beispiellose Mordserie verantwortlich

Der bereits als Patientenmörder verurteilte Ex-Pfleger Niels H. hat nach letzten Ermittlungen mindestens 84 weitere Menschen umgebracht. Dazu spritzte er Patienten eine Überdosis von Medikamenten.

dpa/epd

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