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Der Norden Nach Sturmschaden: Stadtbahnlinie 8 fährt wieder
Nachrichten Der Norden Nach Sturmschaden: Stadtbahnlinie 8 fährt wieder
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15:07 24.02.2017
Wegen der beschädigten Oberleitung kam es zu Störungen im Verkehr der Stadtbahnlinie 8 in Hannover. Quelle: Elsner
Hannover
  • Sturmtief Thomas ist am Donnerstagabend über die Region hinweggefegt.
  • Weil ein Baum auf eine Oberleitung gefallen ist, war die Stadtbahnlinie 8 gestört.
  • Die Unwetterwarnung ist mittlerweile aufgehoben. Polizei und Feuerwehr sprechen von "verhältnismäßig geringen Schäden".

Um 0.13 Uhr hob der Deutsche Wetterdienst seine Unwetterwarnung für die Region Hannover wieder auf. Am Morgen nach dem schweren Sturm säumen abgebrochene Äste die Wege und Straßen. Doch die ganz großen Sturmschäden sind anscheinend ausgeblieben. Die Polizei registrierte in einer ersten kurzen Bilanz etwa 70 Einsätze seit Donnerstagabend – Verletzte habe es bei dem Sturm allerdings nicht gegeben. Auch die Feuerwehr sprach von "verhältnismäßig geringen Schäden", die musste zu sieben Einsätzen ausrücken. Der Schaden wird auf insgesamt 112.000 Euro geschätzt.

Dabei hatte Sturmtief "Thomas" am Donnerstagabend zu Behinderungen im Auto- und Bahnverkehr in Niedersachen geführt. Auf vielen Straßen kam es zu Verzögerungen wegen umherwehender Gegenstände. So auch im Raum Hannover. Auf der Kreisstraße 341, Höhe der Gutenbergstraße nahe der A2 an der Anschlussstelle Garbsen, krachten Bäume auf die Fahrbahn. 

Auch der Bahn-Verkehr war gestört: In der Nähe von Neustadt am Rübenberge stürzte am Abend ein Baum auf die Gleise und brachte so den Zugverkehr in Richtung Nienburg zum Erliegen. Die Bahnen aus Hannover und Bremen endeten demzufolge in Neustadt. Auch der S-Bahnverkehr der Linie S2 war in beiden Richtungen betroffen. Ein Ersatzverkehr wurde eingerichtet.

Am Freitagmorgen gibt es noch vereinzelte Probleme bei der Deutschen Bahn. So behindert ein umgestürzter Baum bei Wuppertal den Fernverkehr. Auch einzelne S-Bahnen in der Region Hannover fallen noch aus, wie die S1 um 7.15 Uhr von Hannover in Richtung Seelze sowie die S51 von Hannover nach Hameln um 7.44 Uhr.

Auch die Stadtbahnlinie 8 in Hannover war betroffen. Dort krachte ebenfalls ein Baum zwischen Mittelfeld und Messe-Nord in der Spittastraße gegen 20 Uhr auf eine Oberleitung. Die Feuerwehr war im Einsatz. Zwischen Seelhorst und Messe-Nord wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Wie die Üstra noch am Abend mitteilte, wird die Störung voraussichtlich bis Freitagmittag bestehen bleiben. Gegen 11.15 Uhr kam dann die Mitteilung der Üstra, dass die Strecke wieder frei sei.

Einen weiteren Feuerwehreinsatz gab es in der Nacht in Groß-Buchholz. Im Stilleweg drohte die Plane von dem Gerüst eines Mehrfamilienhauses abzureißen. Dort musste die Feuerwehr mit Spezialkräften anrücken. Höhenretter befestigten die Plane wieder. 

Zwischen Wassel und Bolzum wurde die Feuerwehr am Donnerstagabend zu einem Rettungseinsatz gerufen. Ein Hund war in ein Drainagerohr am Mittellandkanal gefallen und dort stecken geblieben. Der Rettungseinsatz wurde durch den Sturm und den Regen erschwert, wie die Rettungskräfte am Abend mitteilten. Mit Hilfe einer Leine konnte die Feuerwehr, Mischlingshund Sammy ein Lasso um den Körper ziehen und somit den Hund aus der misslichen Lage befreien.

Das Entwässerungsrohr hatte einen Durchmesser von 30 cm, Hund Sammy hing in einer Tiefe von 2 Meter fest.  Quelle: Feuerwehr Sehnde

Wegen der Sturmwarnung blieb das Freiland des Berggartens in Hannover am Donnerstag aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Schauhäuser blieben bei freiem Eintritt geöffnet, teilte die Stadt mit. 

Bilanz in Niedersachsen

In Niedersachsen zählte die Polizei etwa 100 Einsätze wegen des Unwetters. Im Landkreis Holzminden wurde die Kreisstraße 50 wegen eines umgestürzten Baumes für circa zwei Stunden komplett gesperrt, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Ein sieben Meter hoher Baum ist in Bremen am Donnerstagnachmittag auf einen stehenden Zug gestürzt. Verletzt wurde dabei niemand, teilte die Feuerwehr in Bremen am Donnerstag mit. In dem Zug saßen etwa 50 Reisende. Nachdem der Strom in der Oberleitung abgeschaltet worden war, zersägte die Feuerwehr den Baum mit einer Kettensäge und transportierte ihn ab. Der Zug konnte seine Fahrt danach fortsetzen.

Unwetterwarnung

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte in der Region Hannover am Abend vor orkanartigen Böen der Stufe 3 bis 4 gewarnt.

Vor allem im Emsland und in der Region Osnabrück stürmte es bereits am Donnerstagnachmittag heftig. Polizei und Feuerwehr mussten auch dort vereinzelt ausrücken, um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Verletzte habe es aber nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher in Osnabrück. An der Nordseeküste und im Harz blieb es bis zum Abend anders als zunächst angekündigt vergleichsweise ruhig. 

Im Norden führte "Thomas" zudem zu Flugausfällen: KLM strich jeweils zwei Hin- und Rückflüge von Amsterdam nach Hamburg und Hannover sowie ein Flugpaar nach Bremen. British Airways strich zudem ein Flugpaar von London nach Hamburg aus dem Plan. Grund war eine wegen des Sturms reduzierte Zahl von Starts und Landungen in Heathrow, wie die Airline mitteilte.

Der Deutsche Wetterdienst hat für Donnerstag eine Unwetterwarnung für die Landeshauptstadt heraus gegeben. 

Für den Brocken im Harz gab es in der Nacht Sturmböen in Orkanstärke. Auf dem mit 1141 Meter höchsten Berg Norddeutschlands hatte es schon in der Nacht zum Donnerstag heftig geweht. In Spitzen erreichte der Wind knapp 100 Stundenkilometer.

Die Warnung vor Dauerregen im Harz, die der Wetterdienst am Mittwoch herausgegeben hatte, wurde im Laufe des Donnerstages wieder aufgehoben. "Das Hauptregengebiet ist dann abgezogen", sagt DWD-Experte Hartig. Am Freitag soll auch der Sturm abflauen. Weil es vorübergehend kälter werde, könne es stattdessen örtlich auch schneien, vor allem im Weserbergland und im Harz. 

ewo/dpa/kad/tm/sbü

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