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Der Norden Suche nach Weltkriegsbomber bisher erfolglos
Nachrichten Der Norden Suche nach Weltkriegsbomber bisher erfolglos
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15:35 07.06.2017
Ein vor 75 Jahren abgeschossener Bomber vom Typ B-17 – hier ein Archivbild – wird weiter in der Emsmündung gesucht. Quelle: dpa/Archiv
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Delfzijl/Emden

Knapp 75 Jahre nach dem Abschuss eines US-Weltkriegsbombers über der Emsmündung ist die Suche nach dem Wrack und weiter vermissten Besatzungsmitgliedern zunächst erfolglos geblieben. Bei der Suche mit einem Spezialboot wurden lediglich Geschützpatronen und Panzerplatten gefunden. Dennoch wollen die Amerikaner die Suche nach dem B-17 Bomber "Miss Deal" nicht aufgeben, berichtete das "Dagblad van het Noorden" am Mittwoch. Alle unter Wasser gewonnenen Daten sollen in den USA auf Spuren des vermissten Flugzeugs hin ausgewertet werden.

Der Bomber mit mindestens zehn amerikanischen Besatzungsmitgliedern war am 25. Juni 1943 nach einem fehlgeschlagenen Angriff auf Hamburg von einem Flakgeschütz auf der niederländischen Seite der Meeresbucht abgeschossen worden und abgestürzt. Sechs Insassen konnten sich mit dem Fallschirm retten, mehrere Tote wurden geborgen. Die Leichen der Besatzungsmitglieder Charlie E. Crawford und des Piloten John R. Way indes wurden nie gefunden und werden im Wrack der auch als "Fliegenden Festung" bezeichneten B-17 vermutet.

Bereits seit Jahrzehnten bemühen sich Angehörige von Crawford um die Suche. Schon 1955 schrieb der Bürgermeister der niederländischen Ortschaft Finsterwoude an das Deutsche Rote Kreuz in Emden, dass das Wrack wohl inzwischen vollkommen im Schlick des Dollart versunken sei. Er halte es aber für unpassend, dies der Mutter von Crawford zu erklären. Nach dem Krieg sei die Absturzstelle zunächst aber noch längere Zeit sichtbar gewesen, ein Fischer habe dort kurz nach dem Absturz ein totes Besatzungsmitglied in seinen Netzen gefunden. Der Fischer könne die Absturzstelle noch genau lokalisieren.

Auch in Deutschland werden immer noch Überreste abgestürzter Weltkriegsflugzeuge gefunden. 2015 wurden bei Homburg im Saarland Teile einer britischen Maschine und sterbliche Überreste von einem der sieben Insassen gefunden. Grabungen auf einem Acker bei Laumersheim in der Pfalz führten 2012 zu Maschinenteilen eines ebenfalls britischen Flugzeugs sowie Überresten der Besatzung.

lni

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