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Der Norden War die Attacke ein Racheakt an früherem Türsteher?
Nachrichten Der Norden War die Attacke ein Racheakt an früherem Türsteher?
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08:36 20.01.2017
Von Gabriele Schulte
Spurensuche nach den Schüssen auf einen 46-Jährigen in Visselhövede – doch die Täter sind immer noch auf der Flucht. Quelle: dpa
Rotenburg

Nach den lebensbedrohlichen Schüssen auf einen 46-jährigen Mann in Visselhövede (Kreis Rotenburg) hat die Polizei das Motorrad der mutmaßlichen Täter gefunden. Die Kawasaki mit hannoverschem Kennzeichen lag 20 Kilometer entfernt in einem Gebüsch an einem Baumarkt nahe der Autobahn-7-Auffahrt Bad Fallingbostel.

„Es handelt sich eindeutig um das von einem Tatzeugen beschriebene Fahrzeug“, sagte Polizeisprecher Heiner van der Werp am Dienstag in Rotenburg. Die Täter seien noch auf der Flucht. Möglicherweise handele es sich um zwei unbekannte Männer südländischer Herkunft, die das Motorrad am vergangenen Wochenende in Hannover gekauft hatten.
Notoperation nach Kopfschuss

Das auffällige Motorrad mit hannoverschem Kennzeichen wurde nahe der A7 gefunden.

Am späten Montagvormittag hatte von dem mit zwei Personen besetzten Motorrad aus der Beifahrer mehrfach auf den Fußgänger geschossen. Dieser war im Zentrum der Kleinstadt nahe seiner Wohnung allein unterwegs – direkt vor der Grundschule. Mindestens zwei Schüsse trafen den 46-Jährigen, unter anderem in den Kopf, er musste notoperiert werden. Sein Zustand hat sich nach Angaben der Polizei seitdem stabilisiert.

Wie ein Stadtsprecher sagte, ist das Opfer albanischer Staatsangehöriger und kam im September 2016 als Flüchtling nach Visselhövede. Dort lebe er mit seiner Familie in einer Mietwohnung. Die „Syker Kreiszeitung“ erfuhr von Bekannten des Opfers, dass es sich bei der Tat möglicherweise um einen Racheakt handelt. Der 46-Jährige hat demnach im Zusammenhang mit seiner Arbeit als Türsteher einer Discothek in Albanien einen Jugendlichen erschossen. Dafür habe er ein Jahr im Gefängnis gesessen und sei dann nach Deutschland geflohen. Die Polizei wollte sich zum Hintergrund des Opfers nicht äußern, den Bericht aber ausdrücklich auch nicht dementieren.

Ein 46-jähriger Mann wurde in Visselhövede durch mehrere Schüsse, die von einem Motorrad abgegeben wurden, getötet.

Da es sich um versuchte Tötung handele, ist eine Mordkommission eingerichtet worden. Diese werte nun unter anderem den Kaufvertrag des Motorrads aus. Bei dem Privatverkauf seien möglicherweise keine Papiere vorgelegt worden, sagte van der Werp.

In Visselhövede war die Tat auch am Dienstag noch Thema, wie Mathias Haase, Stellvertreter des Bürgermeisters, berichtete. „Hier gibt es aber keine Panik.“ Da die Schüsse auf der vom Schulhof abgewandten Seite der Grundschule abgegeben wurden, hätten die Kinder wenig von der Tat mitbekommen. Dennoch hätten sich viele besorgte Eltern an die Schulleiterin gewandt. Auf deren Wunsch hin habe die Schule am Dienstag Unterstützung vom schulpsychologischen Dienst erhalten. Ein Schuss hatte das Fenster des Lehrerzimmers zerstört, ohne dass dort jemand verletzt wurde.

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