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Der Norden Tausende Studenten suchen noch eine Bleibe
Nachrichten Der Norden Tausende Studenten suchen noch eine Bleibe
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00:15 20.10.2016
Von Michael B. Berger
Nicht nur im Hörsaal wird es eng. Quelle: dpa
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Hannover

Die Suche nach einer Wohnung wird für Erstsemester in den niedersächsischen Universitätsstädten zunehmend zu einem Problem. Wegen der angespannten Lage am Wohnungsmarkt müssen sie zum Teil deutlich höhere Preise als früher zahlen - oder finden keine Unterkunft. Für Studentenwohnheime gibt es lange Wartelisten. Zum Semesterstart haben nach Angaben der Studentenwerke noch Tausende Studenten keine feste Unterkunft.

Ein Überblick über die Lage in einzelnen Städten:

Mangel in Hannover: „Wir haben derzeit noch 2100 Studierende zum Wintersemester auf unserer Warteliste und werden nur einen Bruchteil von ihnen bedienen können“, sagt Ingrid Kielhorn vom Studentenwerk. Nur für 6,3 Prozent der 44 000 Studierenden in Hannover stehen Unterkünfte in speziellen Studentenheimen bereit; der Bundesschnitt liegt bei 13,3 Prozent. „Die Lage hat sich leider nicht entspannt“, so Kielhorn.

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Notlösung in Göttingen: In der Universitätsstadt gibt es 32 000 Studierende, die Wohnungssuche für Erstsemester wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Auch die rund 4500 Wohnheimplätze in 41 Studentenwohnheimen sind zu Semesterstart bereits alle belegt. Allein für diese Plätze stehen rund 2000 Studenten auf den Wartelisten. Für Notfälle hat das Studentenwerk jetzt einige Hotelzimmer angemietet. Dort können befristet bis zu 50 Erstsemester unterkommen. Es geht vor allem darum, die schwierige Anfangsphase zu überbrücken. „Nach unserer Erfahrung ist die große Not nach sechs bis acht Wochen vorbei, weil dann die fertigen Studienabsolventen ihre Zimmer räumen“, sagt Göttingens Stadtsprecher Detlef Johannson.

Container in Lüneburg: Eher Pilotcharakter hat in der Hansestadt ein Projekt, das die Unterbringung von mehr als dreißig Studierenden mit einer besonderen sozialpolitischen Note verknüpft: So haben Studierende Containerunterkünfte von Flüchtlingen bezogen - und leisten Hilfe in ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit. Bereits nach wenigen Tagen seien alle Plätze in den Flüchtlingsunterkünften weg gewesen, berichtet Daniel Gritz, Sprecher der Stadt Lüneburg.

Raus aus Braunschweig: In der Löwenstadt stehen immerhin für 11 Prozent der Studierenden Zimmer in Studentenwohnheimen bereit. Allerdings ist die Lage auch hier angespannt: „Wir sind komplett ausgebucht“, sagt Petra Syring vom Studentenwerk Ostniedersachsen. Plätze seien lediglich in Studentenheimen im benachbarten Wolfsburg zu finden oder im Umland Braunschweigs.

Not selbst in kleinen Städten: Auch die Universitätsstadt Clausthal, die immerhin über 1000 Plätze in Wohnheimen verfügt, ist laut Syring komplett ausgebucht. In der Universitätsstadt Hildesheim gibt es noch etwas Reserven auf dem freien Wohnungsmarkt. In Osnabrück mit seinen gut 13 000 Studenten sind zuletzt die Mietpreise für kleine Studentenwohnungen erheblich gestiegen. Einer Untersuchung zufolge zahlen Studenten hier in diesem Jahr 397 Euro pro Monat an Miete.

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