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Der Norden Kein Zug nach Westerland
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00:15 15.11.2016
„Solch ein Ausfall ist nicht vorhersehbar“: Weil ihre Züge technische Probleme haben, kann die Nord-Ostsee-Bahn die Strecke von Hamburg nach Sylt derzeit kaum bedienen. Quelle: dpa
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Hannover

Am Freitag konnten die plötzlichen Zugausfälle auf der Strecke nur vereinzelt mit Ersatzzügen und -bussen aufgefangen werden – viele Reisende strandeten an überfüllten Bahnhöfen. Die Überprüfung der insgesamt 90 Wagen des Herstellers Bombardier wird bis zu drei Wochen dauern.

„Am Donnerstagabend haben wir bei einer wöchentlichen Routineuntersuchung an zwei Wagen einen Defekt an der Kupplung festgestellt“, sagte NOB-Sprecher Thomas Kleinrensing der HAZ. Daraufhin habe man beschlossen, die komplette Flotte kurzfristig zu stoppen – zur Sicherheit der Fahrgäste. Man sei alarmiert gewesen, denn die Wagen liefen seit 15 Jahren ohne Probleme. Bereits vor vier Wochen war die Kupplung eines Wagens komplett gebrochen. „Sobald die betroffenen Teile vollständig untersucht und von Experten für einsatzfähig erklärt beziehungsweise ausgetauscht worden sind, werden die Reisewagen nach und nach wieder in Betrieb gehen“, erklärte NOB-Geschäftsführerin Martina Sandow. Bis dahin gelten Notfahrpläne.

Um die Ausfälle abzumildern, hatte die Deutsche Bahn noch am Donnerstagabend zwei Züge mit je zehn Wagen nach Husum geschickt. Sie rollen derzeit auf verschiedenen Teilstrecken. Zwischen Itzehoe und Niebüll sind Triebwagen im Einsatz, die sonst mit Autozugwagen unterwegs sind. Ob die Bahn noch mehr Züge bereitstellen wird, steht derzeit noch nicht fest. „Wir können nur mit dem aushelfen, was wir zur Verfügung haben“, sagte Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis. Auf der Strecke zwischen Itzehoe und Hamburg-Altona hilft die Nordbahn mit Zügen aus.

Trotz eines rasch eingerichteten Ersatzfahrplans kam es am Freitag vielerorts zu Chaos an den Bahnsteigen. Pendler berichten etwa von 600 bis 800 Menschen, die am Morgen in Niebüll festsaßen. Kaum ein Zug sei unterwegs gewesen. Täglich fahren auf der rund 240 Kilometer langen Strecke zwischen Hamburg und Westerland bis zu 18 000 Menschen. Zahlreiche Handwerker und Angestellte pendeln zum Arbeiten nach Sylt. „Solch ein Ausfall ist nicht vorhersehbar“, so Kleinrensing. „Wir sind fieberhaft dabei, noch weitere Wagen zu organisieren.“ Die Fahrgäste müssten allerdings auch in den kommenden Wochen mit Verspätungen rechnen.

Nur noch bis Mitte Dezember ist die Zugstrecke zwischen Hamburg-Altona und Westerland in der Hand der NOB. Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember wird die Deutsche Bahn den Nahverkehr übernehmen. Die Trassen werden für neun Jahre vergeben. Laut Vertrag soll  die Deutsche Bahn mit den Zügen der NOB weiterfahren; sie gehören dem Land Schleswig-Holstein. Fraglich ist nun, ob die Deutsche Bahn bereit ist, die anfällige Flotte weiter zu nutzen. „Darüber werden in den kommenden Wochen sicherlich intensive Gespräche geführt werden“, so Meyer-Lovis.

Von Linda Tonn

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