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Der Norden Salafist aus Northeim sitzt in kameraüberwachter Zelle
Nachrichten Der Norden Salafist aus Northeim sitzt in kameraüberwachter Zelle
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08:30 25.02.2017
Haftraum mit Kameraüberwachung: Der Festgenommene sitzt in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf bei Göttingen ein. Quelle: dpa
Northeim

Der in Northeim festgenommene Terrorverdächtige Sascha L. hat bis zu seiner Verhaftung ein unauffälliges Leben in der Kleinstadt geführt. Die Fahnder hatten bei dem 26-jährigen Mann unter anderem chemische Stoffe für den Bau einer Bombe gefunden. Der Verdächtige selbst, den die Fahnder der islamistischen Szene zurechnen, gab an, er habe Polizisten und Soldaten in einen Hinterhalt locken und einen Anschlag auf sie verüben wollen.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war der wegen diverser Delikte polizeibekannte Mann vor etwa zweieinhalb Jahren aus Berlin in die südniedersächsische Stadt gezogen. Er habe dort sehr zurückgezogen von Sozialleistungen in einem Ein-Zimmer-Appartement in der Innenstadt gelebt, hieß es am Freitag.

„Bombe im Rucksack“

Die Polizei war dennoch auf ihn aufmerksam geworden, und zwar durch einen „ungewöhnlichen Umstand“, wie am Freitag aus Ermittlerkreisen verlautete. Nähere Angaben wurden dazu nicht gemacht. Auf seinem Facebook-Account hat der Verdächtige allerdings eine Salafistengruppe aus dem Raum Offenbach mit „Gefällt mir“ markiert. Außerdem findet sich dort auch ein Bild mit dem Schriftzug: „Bitte nicht schubsen! Ich habe eine Bombe im Rucksack.“

Spiegel Online“ wiederum berichtet, der Verdächtige habe bis mindestens 2013 dem rechtsextremen Milieu in Berlin angehört und auch gegen Muslime agitiert. Auf Youtube-Filmen soll er – vermummt mit Schal und Sonnenbrille – rassistische Parolen von sich gegeben haben.
Sascha L. wurde in Northeim offenbar längere Zeit beobachtet, bevor er am Dienstag dieser Woche schließlich festgenommen wurde. Seit Mittwoch sitzt er in Untersuchungshaft. Waffen seien bei dem 26-Jährigen nicht gefunden worden, sagte eine Sprecherin des Göttinger Polizeipräsidenten Uwe Lührig. Zur Frage, wann und wie der Mann sich radikalisiert hat, machten die Ermittler keine Angaben. Auch wo der 26-Jährige den von ihm geplanten Terroranschlag verüben wollte, blieb offen. „Das wird noch ermittelt“, sagte der Sprecher der federführenden Generalstaatsanwaltschaft Celle, Bernd Kolkmeier.

Ob der Beschuldigte möglicherweise mit anderen Salafisten kooperiert hat, werde ebenfalls geprüft. Dazu würden die bei dem 26-Jährigen sichergestellten Unterlagen und Kommunikationsmittel ausgewertet.

Nach seiner Festnahme sitzt der Beschuldigte in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf bei Göttingen in Untersuchungshaft. Dort sei er „aus präventiven Gründen zunächst in einem kameraüberwachten Haftraum untergebracht“, erklärte eine Sprecherin des niedersächsischen Justizministeriums auf Anfrage. Nur so sei sichergestellt, dass man „unter Einbeziehung der Fachdienste die Suizidgefahr und Notwendigkeit der Anordnung besonderer Sicherungsmaßnahmen mit der gebotenen Sorgfalt in der dafür erforderlichen Zeit abklären“ könne. Dies sei das normale Vorgehen bei „mutmaßlichen und verurteilten terroristischen Gewalttätern mit islamistischem Hintergrund“ in niedersächsischen Justizvollzugseinrichtungen, so die Sprecherin.     

Von Matthias Brunnert 
und Andreas Fuhrmann

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