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Der Norden Kaufen Chinesen Transrapid-Strecke?
Nachrichten Der Norden Kaufen Chinesen Transrapid-Strecke?
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00:16 26.09.2016
Von Karl Doeleke
„Eine Sünde, wenn der Transrapid verschwände“: Die Teststrecke im Emsland. Quelle: Ingo Wagner/dpa
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Hannover

Weber stieß damit zum zehnten Jahrestag des schweren Transrapid-Unglücks eine Debatte an. Den Hinweis auf die Interessenten aus China habe er aus Kreisen der Transrapid-Eigentümerfirma IABG in Ottobrunn, sagte Weber der HAZ. „Das Interesse soll ernsthaft sein.“ Die IABG wies die Gerüchte am Freitagabend zurück und teilte mit, es lägen keine Anfragen zur Übernahme und Wiederinbetriebnahme der Testanlage vor. Auch im niedersächsischen Verkehrsministerium ist von einer Anfrage chinesischer Investoren nichts bekannt.

Am 22. September 2006 waren im emsländischen Lathen 23 Menschen gestorben, als ein Magnetzug mit Tempo 170 auf einen auf der Strecke zurückgelassenen Werkstattwagen prallte. Es war der Anfang vom Ende des Transrapid, der das Bahnfahren revolutionieren sollte. Der Testbetrieb der von Siemens und Thyssenkrupp entwickelten Magnetschwebebahn wurde im November 2011 eingestellt. Weltweit kommt die Technologie nur auf einer Strecke zum Einsatz: Seit 2004 pendelt der Transrapid auf 30 Kilometern zwischen Shanghai und dem Pudong International Airport und erreicht dabei eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 430 Stundenkilometern.

Spekulationen um ein Wiederaufleben des Interesses an der Transrapid-Technologie hat es immer wieder gegeben. Mal sollte die Schwebebahn auf mehreren Strecken in den USA zum Einsatz kommen, auch eine Verbindung Hamburg-Berlin war schon im Gespräch ebenso wie eine Strecke zwischen Hauptbahnhof und Flughafen in München. Umgesetzt wurden die Pläne nie.Dennoch hat die Technologie weiterhin Anhänger, die ihre Vorzüge preisen: Sie ist leise, braucht relativ wenig Energie, verschleißt kaum - und sie ist schnell. Man könne mit dem Transrapid in elf Minuten von Oldenburg nach Emden fahren, sagte der niederländische Verkehrsexperte Wouter van Gessel jüngst in der niederländischen Zeitung „Dagblad van het Noorden“. Ein Intercity der Bahn braucht für dieselbe Strecke eine Stunde und fünf Minuten. „Es wäre eine Sünde, wenn der Transrapid verschwände“, sagt van Gessel zu Plänen, den letzten Transrapid-Zug, der noch in Lathen steht, zu versteigern. Er plädiert dafür, die Niederlande mit einem engmaschigen Streckennetz zu überziehen, und präsentiert seine Pläne an diesem Wochenende in Berlin auf einer internationalen Konferenz von Verkehrsexperten zum Thema Magnetschwebetechnik.

Ein Einstieg von Investoren im Emsland würde auch ein jahrelanges Ärgernis beseitigen: Seit fünf Jahren streiten das Bundesverkehrsministerium in Berlin und die IABG um die Kosten des Rückbaus der Teststrecke.

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