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Der Norden Mann stirbt in Kernkraftwerk in Grohnde
Nachrichten Der Norden Mann stirbt in Kernkraftwerk in Grohnde
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18:34 26.08.2016
Von Michael B. Berger
Das Atomkraftwerk Grohnde an der Weser. Quelle: dpa (Archiv)
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Emmerthal

Wie das Unternehmen PreussenElektra mitteilte, sei es gegen 10 Uhr bei Wartungsarbeiten zu dem Unfall gekommen, der sich im nicht-nuklearen Teil der Kraftwerksanlage ereignete. Hier sei an einem der beiden Hilfskessel plötzlich heißer Wasserdampf ausgetreten. Dadurch habe der Kraftwerksmitarbeiter schwerste Verletzungen erlitten, denen er noch an der Unfallstelle erlag.

Polizei und Staatsanwaltschaft haben ihre Ermittlungen bereits aufgenommen. Der genaue Unfallhergang wird derzeit ermittelt. „Unsere tiefe Anteilnahme gilt der Familie und den Freunden unseres Mitarbeiters“, erklärte Guido Knott, Vorsitzender der Geschäftsführung der PreussenElektra. Das niedersächsische Umweltministerium wurde als Aufsichtsbehörde unterrichtet. Es schaltete die Gewerbeaufsicht ein.

Das Atomkraftwerk Grohnde im gleichnamigen Emmerthaler Ortsteil an der Weser (bei Hameln) läuft seit 1984. Es war im April für längere Zeit abgeschaltet worden, nachdem bei der Frühjahrsrevision in dem Meiler ein Schaden an einer Kühlpumpe entdeckt und später behoben worden war.

In Niedersachsen sind noch zwei Atomkraftwerke am Netz: Die Meiler Grohnde und Emsland in Lingen. Das Werk Emsland soll 2022 als letzter niedersächsischer Atomreaktor abgeschaltet werden, Grohnde spätestens am 31. Dezember 2021. Mit einer Leistung von 1360 Megawatt ging es 1984 erstmals ans Netz. Es erzeugt im Schnitt elf Milliarden Kilowattstunden Strom.

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